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Staatsministerin Böhmer zur Goethe-Medaille 2015: Kraft der Kultur stärken

31.08.2015 - Artikel

Am 28. August hat Staatsministerin Böhmer die diesjährige Goethe-Medaille an drei herausragende Persönlichkeiten übergeben. Bei der Verleihung in Weimar rief Sie dazu auf, die Kraft der Kultur zu stärken.

(v.l.n.r.) GI-Generalsekretär Ebert, Preisträger MacGregor, Tochter der Preisträgerin Sopher, GI-Präsident Lehmann, Preisträger Al-Azm und Staatsministerin Böhmer
(v.l.n.r.) GI-Generalsekretär Ebert, Preisträger MacGregor, Tochter der Preisträgerin Sopher, GI-Präsident Lehmann, Preisträger Al-Azm und Staatsministerin Böhmer© Maik Schuck

Am 28.8. wurde die Goethe Medaille des Jahres 2015 an drei herausragende Persönlichkeiten verliehen: An den syrische Philosoph Sadik Al-Azm, an den Direktor des British Museums und Gründungsintendant des Humboldtforums Neil MacGregor und an die deutsch-brasilianische Kulturmanagerin Eva Sopher. Im Rahmen der Festveranstaltung im früheren Residenzschloss in Weimar ehrte Staatsministerin Maria Böhmer die Preisträger für ihre Verdienste um den internationalen Kulturaustausch.

Kraft der Kultur stärken

Weimar sei ein Ort der Begegnung, so Böhmer, ein Ort der der Bildung und Kultur, der auch für eine politische Kultur des Dialogs stehe. Dialog sei zentral für Außenpolitik, er sei Mittel der Problemlösung. Das gelte erst recht, wenn die Welt aus den Fugen gerät:

Wir müssen heute erleben, wie Menschen, die bisher friedlich zusammen lebten, von Krieg und Terror betroffen sind. Wie soziale Bindungen beschädigt werden. Wie religiöse und kulturelle Identitäten zerstört werden. Terroristen sind sich der Kraft der Kultur sehr wohl bewusst! Gerade deshalb wollen sie kulturelle Wurzeln auslöschen. Denn Kultur ist die Basis für Identität, für Zusammenhalt und für die Existenz von Menschen. Gerade deshalb müssen wir gerade in der Außenpolitik die Kraft der Kultur stärken, noch intensiver auf Toleranz und Dialog setzen.

Goethe-Institute sind Orte der Begegnung

Staatsministerin Böhmer bei der Verleihung der Goethe Medaille 2015
Staatsministerin Böhmer bei der Verleihung der Goethe Medaille 2015© Maik Schuck

Böhmer dankte Klaus-Dieter Lehman als Präsidenten des Goethe Instituts stellvertretend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in 159 Instituten in 98 Ländern „einen großartigen Beitrag für kulturelle Verständigung leisten“. Böhmer betonte, dass Goethe Institute Orte der Begegnung seien, die Raum bieten für einen Dialog über Grenzen hinweg. „Sie fördern einen interkulturellen Austausch und tragen zu Respekt und wechselseitiger Wertschätzung bei“, so Böhmer.

Botschaft für Menschlichkeit und Toleranz

Staatsministerin Böhmer verurteilte die jüngsten Übergriffe und Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte aufs Schärfste. „Für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist kein Platz in unserem Land!“, so Böhmer. „Übergriffe auf Menschen sind Angriffe auf unsere Gesellschaft, auf unsere Werte!“ Böhmer sagte, dass Deutschland ein weltoffenes, tolerantes, kulturell vielfältiges Land sei und zeigte sich beeindruckt von der „großen Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung für Menschen, die bei uns Zuflucht suchen.“ Böhmer zeigte sich überzeugt, dass vom Goethe-Institut und von der Goethe-Medaille eine starke Botschaft ausgehe - für Menschlichkeit und Toleranz! Denn „alles wirkliche Leben ist Begegnung“.

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