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Bilder vom Anderen: Ergebnisse der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission

24.06.2015 - Artikel

Staatsministerin Böhmer eröffnete gestern (23.06.) die Veranstaltung "Bilder vom Anderen. Die Befunde und Empfehlungen der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission".

Staatsministerin Maria Böhmer eröffnete am 23.06. eine deutsch-israelische Veranstaltung des Auswärtigen Amts über die Darstellung des jeweils anderen Landes in Schulbüchern.

Staatsministerin Böhmer
Staatsministerin Böhmer© AA

Auf Initiative der Bundesregierung und der israelischen Regierung untersucht die Deutsch-Israelische Schulbuchkommission die Darstellung des jeweils anderen Landes in Schulbüchern. Die aktuelle Schulbuchkommission wurde im Jahr 2011 eingesetzt. Unter dem Titel "Bilder vom Anderen. Die Befunde und Empfehlungen der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission" präsentierte sie nun ihre Untersuchungsergebnisse. In ihrem Grußwort sagte Staatsministerin Böhmer: "Wir müssen lernen, den Blick des Anderen in unsere Wahrnehmung der Welt mit einzubeziehen. Nirgendwo gilt dies stärker als im Verhältnis zwischen Deutschland und Israel. Unsere Beziehungen sind in besonderer Weise durch die Geschichte und vom Blick auf die Geschichte geprägt."

20 Jahre nach Ende der Gräueltaten des Holocaust haben Deutschland und Israel im Jahr 1965 diplomatische Beziehungen aufgenommen: Daraus entwickelte sich eine enge Partnerschaft. Beim Staatsbesuch des israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin im Mai in Berlin haben Bundespräsident Joachim Gauck und Präsident Rivlin den außerordentlichen Charakter dieser Entwicklung nur 20 Jahre nach dem Zivilisationsbruch des Holocaust gewürdigt.

Gegenseitiges Bild deutscher und israelischer Jugendlicher von zentraler Bedeutung

Staatsministerin Böhmer betonte welch große Aufgabe es sei, diese Partnerschaft immer wieder mit Leben zu erfüllen. Gerade im Hinblick auf die junge Generation sei dies eine Herausforderung: Als künftige Brückenbauer sei es von zentraler Bedeutung, welches Bild junge Deutsche und Israelis voneinander haben. Dafür sei es unverzichtbar, dass das gegenseitige Bild auch zeitgemäß ist.

Nach den Worten Böhmers stehen die Schulen in Deutschland und in Israel hier in einer besonderen Verantwortung und Verpflichtung. Gefordert seien vor allem die Lehrkräfte, zweifellos spielten aber auch Schulbücher und Lehrmaterialien eine wichtige Rolle: "In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Welt enorm gewandelt: Das Ende des Kalten Krieges, die Globalisierung und die Digitalisierung sind die Stichworte. Somit stellt sich die Frage, wie sich in den Schulbüchern die heutige Realität Israels und Deutschlands in ihrer gesamten Bandbreite widerspiegelt."

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