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Staatsministerin Böhmer beim 8. Global Media Forum

22.06.2015 - Artikel

Maria Böhmer hat am Montag (22.06.) das Global Media Forum der Deutschen Welle eröffnet. Der Fokus liegt auf dem Thema "Medien und Außenpolitik im digitalen Zeitalter".

Zum Auftakt des 8. Global Media Forums der Deutschen Welle begrüßte Staatsministerin Maria Böhmer heute (22.06.) die Gäste der Medienkonferenz. Bis 24. Juni werden sich die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer im World Conference Center in Bonn mit dem Thema "Medien und Außenpolitik im digitalen Zeitalter" befassen.

Staatsministerin Böhmer
Staatsministerin Böhmer© DW/M. Magunia

Allen voran dankte Böhmer dem Intendanten der Deutschen Welle, Peter Limbourg, für das Engagement der Deutschen Welle in der Ukraine. Um Meinungsvielfalt und eine ausgewogene Berichterstattung zu unterstützen, habe die Deutsche Welle ihr Engagement in der Ukraine verstärkt, so Böhmer. Die Deutsche Welle berate dort nicht nur den neu gegründeten öffentlich-rechtlichen Rundfunk, sondern stärke auch die unabhängigen Medien in der Ukraine. So fördere die Akademie der Deutschen Welle beispielsweise den Aufbau einer E-School für Journalistinnen und Journalisten sowie für Medienmanager.

Soziale Medien als Stimme für die Zivilgesellschaft

Um die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung auf die Medien und Außenpolitik zu beschreiben, erinnerte Böhmer an die Rolle der sozialen Medien als Mitauslöser und Beschleuniger des "Arabischen Frühlings": Sie trugen entscheidend dazu bei, dass sich in Ländern mit staatlich kontrollierten Medien die Zivilgesellschaft eine Stimme verschafft hätten; eine Stimme, die weltweit gehört wurde. Über soziale Medien und vor den Augen der Weltöffentlichkeit treten Zivilgesellschaften für ein Grundprinzip der Demokratie ein: Das Recht auf Presse- und Meinungsfreiheit.

Plenum
Plenum© DW/M. Magunia

Angesichts weltweiter Krisen, bewaffneter Konflikte und Terrorakte sei die Verantwortung der Medien für die Berichterstattung gerade im Bereich der Nachrichten noch gestiegen, so Böhmer weiter. Unabhängig vom Sender sei eines sicher: "Die Voraussetzung für den Erfolg von Nachrichtensendungen ist Qualität. Nur wem die Nutzer vertrauen, kann auch im digitalen Zeitalter bestehen. Medienvielfalt, Verantwortung und Glaubwürdigkeit sind in Zeiten wie diesen, in denen die Meinungsfreiheit in vielen Ländern und Regionen der Welt eingeschränkt und bedroht ist, umso bedeutender."

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