Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Neue Aufgabenfelder für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik

28.05.2015 - Artikel

Das Bundeskabinett hat am 27.05. den aktuellen Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik 2013/14 veröffentlicht.

Deutschunterricht an einem Goethe-Institut in Kiew
Deutschunterricht an einem Goethe-Institut in Kiew© Photothek/Köhler

Das Bundeskabinett hat am 27.05. den aktuellen Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik 2013/14 veröffentlicht. Der Bericht umfasst Entwicklungen, Ereignisse und Veranstaltungen der Kultur- und Bildungsarbeit und der Wissenschaftspolitik im Ausland zwischen September 2013 und Dezember 2014.

Einige Rahmendaten der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands haben sich im vergangengen Jahr nicht verändert: Deutschland genießt im Ausland weiterhin eine hohe Wertschätzung als verlässliches, zukunftsorientiertes und innovationsfreundliches Land. Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik trägt zu dieser positiven Wahrnehmung bei - sie vermittelt im Ausland ein vielfältiges Deutschlandbild und wirbt so für unser Land als modernen und attraktiven Standort für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Damit hat sich die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik auch im Berichtszeitraum 2013/14 erneut als „dritte Säule“ der deutschen Außenpolitik bewährt - neben den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen ins Ausland.

Berichtszeitraum durch Krisen geprägt

Bundespräsident Gauck bei der Eröffnung von Deutschland + Brasilien 2013-2014
Bundespräsident Gauck bei der Eröffnung von „Deutschland + Brasilien 2013-2014“© Kai Bienert

Verändert hat sich aber die Welt, in der die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik durchgeführt und wahrgenommen wird: Der Berichtszeitraum war geprägt von Krisen unter anderem in der Ukraine, in Syrien und Irak durch die Terrormiliz ISIS, sowie in Westafrika durch den Ausbruch der Ebola-Epidemie.

Gleichzeitig gab es auch deutlich positive Ereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft und das Deutschlandjahr in Brasilien. Im Jahr 2014 gedachten Europa und die Welt aber auch des Beginns des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und des Falls der Mauer vor 25 Jahren. Schließlich ergaben sich auch durch den von Außenminister Steinmeier angestoßenen Review-Prozess der deutschen Außenpolitik neue Schwerpunkte und Aufgabenfelder in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik:

Fremdsprache Deutsch wird beliebter

Deutsch als Fremdsprache wird beliebter und erlebt weltweit einen erfreulichen Aufschwung. Die Nachfrage nach Deutschunterricht wird angeregt durch die starke deutsche Wirtschaft und durch die Internationalisierung der deutschen Wissenschaft. Aber auch strukturelle Reformen wie dem Ausbau der Goethe-Institute wird Deutsch als Fremdsprache verstärkt gefördert.

Positives Deutschlandbild

Gemeinsame Kranzniederlegung in Civitella
Gemeinsame Kranzniederlegung in Civitella© photothek.net/Grabowsky

Auch das Deutschlandbild im Ausland hat sich weiterentwickelt und im Vergleich zum Vorjahr wird Deutschland deutlich positiver wahrgenommen: Erstmals nach sechs Jahren hat die Bundesrepublik wieder den ersten Platz in der Gesamtwertung des Nation Brands Index belegt. Ein sehr gutes Image hat Deutschland hier vor allem in den Bereichen Qualität der Produkte, Lebensqualität und Regierungsführung.

Das Gedenkjahr 2014 wurde mit zahlreichen Veranstaltungen im In- und Ausland begangen. Die partnerschaftliche Erinnerung über Grenzen hinweg hat zur Völkerverständigung und Versöhnung beigetragen.

Kultur- und Bildungspolitik in Krisenregionen

In Krisenzeiten übernimmt schließlich auch die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitk eine aktivere Rolle: In Syrien hat das Auswärtige Amt Stipendien für Studierende vergeben, Basis-Kulturarbeit in Flüchtlingslagern gefördert und ein Maßnahmenpaket für die Bildung syrischer Flüchtlinge aufgelegt. Mit dem Projekt „Syrian Heritage Archive“ wurde zudem erstmalig ein Register des syrischen Kulturerbes auf digitaler Basis erstellt. Das Register dokumentiert die Zerstörung von Kulturstätten, dient der Bekämpfung des illegalen Kunsthandels und bietet eine Datensammlung für den Wiederaufbau.

Weitere Informationen

18. Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

Verwandte Inhalte

Schlagworte

nach oben