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UNESCO-Welterbekomitee trifft sich in Paris

27.05.2015 - Artikel

Staatsministerin Maria Böhmer ist am 21.05. in Paris mit dem stellvertre-tenden UNESCO-Generaldirektor sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der 21 Mitgliedsstaaten im UNESCO-Welterbekomitee zusammengekommen, um über den weltweiten Schutz und Erhalt von Kulturgütern zu beraten.

Staatsministerin Böhmer begrüßt die 21 UNESCO-Botschafter, den stellvertretenden Generaldirektor der UNESCO und den Direktor des Welterbezentrums
Staatsministerin Böhmer begrüßt die 21 UNESCO-Botschafter, den stellvertretenden Generaldirektor der UNESCO und den Direktor des Welterbezentrums© AA

Staatsministerin Maria Böhmer ist am 21.05. in Paris mit dem für Kultur zuständigen stellvertretenden Generaldirektor der UNESCO, Alfredo Pérez de Arminán, sowie Vertreterinnen und Vertretern der 21 Staaten zusammengekommen, die derzeit Mitglied im UNESCO-Welterbekomitee sind. Im Fokus der Gespräche stand der weltweite Schutz und Erhalt von Kulturgütern im Rahmen der UNESCO.

Das Treffen diente auch der Vorbereitung der kommenden 39. Sitzung des Welterbekomitees, das vom 28. Juni bis 8. Juli in Bonn tagen wird. Böhmer ist Präsidentin des Komitees und wird die elftägige Sitzung leiten.

Zerstörung von Kulturgütern ist Kriegsverbrechen

Die Staatsministerin verurteilte erneut die gezielten Plünderungen von UNESCO-Welterbestätten in Afghanistan, Mali, Syrien und Irak und rief die Staatengemeinschaft zu mehr Engagement im Kampf gegen die Zerstörung und Plünderung von Kulturgütern auf. Diese seien zu einer Strategie der Kriegsführung geworden und zu einer Finanzquelle der internationalen Terrorismus.

"Wir müssen gezielte Zerstörungen von Kulturgütern als das ächten, was sie sind: Als Kriegsverbrechen, die geistige, soziale und wirtschaftliche Grundlagen und damit die Existenz von Menschen bedrohen", so Böhmer. Kulturgüter seien das Fundament für Identität, Heimat und Sicherheit und stärkten den Zusammenhalt von Gesellschaften und Religionen. Sie zu schützen und zu erhalten sei eine wichtige Aufgabe der Gesellschaft.

UN-Resolution gegen Zerstörung antiker Stätten in Irak

Staatsministerin Böhmer mit dem libanesischen UNESCO-Botschafter
Staatsministerin Böhmer mit dem libanesischen UNESCO-Botschafter© AA

Die Staatsministerin betonte, dass die von Deutschland und Irak initiierte UN-Resolution gegen die Zerstörung antiker Stätten in Irak ein wichtiges politisches Signal der Weltgemeinschaft sei. Die Resolution zeige, dass die von der Terrorgruppe ISIS vermeintlich aus religiösen Beweggründen durchgeführten Akte der Zerstörung von keinem Land der Welt akzeptiert würden, so Böhmer.

Die Mitglieder des UNESCO-Welterbekomitees dankten Deutschland und Irak für die Initiative und sagten ihre Unterstützung zu. Über die Resolution soll am 28.05. in der UN-Generalversammlung in New York abgestimmt werden; Staatsministerin Böhmer wird anlässlich der Abstimmung eine Rede vor der Generalversammlung halten.

Böhmer machte zudem deutlich, dass es angesichts des steigenden Bedarfs an internationaler Unterstützung für den Schutz und Erhalt von UNESCO-Kulturgütern an der Zeit sei, die Finanzierung des Welterbefonds zu verbessern. Staaten, die neue Stätten für die Welterbeliste vorschlügen, müssten sich künftig an den Kosten beteiligen, die die UNESCO für die Evaluierung und das Monitoring der Stätten trage, so die Staatsministerin.

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