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Schwarz Rot Gold – Preview im Auswärtigen Amt

30.04.2015 - Artikel

Volles Haus gab es bei der exklusiven Preview zur Online-Porträtreihe „Schwarz Rot Gold“ im Auswärtigen Amts. 130 Gäste waren gekommen für einen deutschen Abend mit Brezeln und Apfelsaft. Typisch deutsch?

Volles Haus gab es gestern bei der exklusiven Preview zur Online-Porträtreihe „Schwarz Rot Gold“ in Kooperation mit DeutschPlus e.V. im Besucherzentrum des Auswärtigen Amts. 130 Gäste waren gekommen, um einen deutschen Abend mit Brezeln und Apfelsaft zu verbringen. Typisch deutsch?

Blick ins Publikum
Blick ins Publikum© AA

Mit "Schwarz Rot Gold" geht der Filmemacher Jermain Raffington auf eine Deutschlandreise und spricht mit erfolgreichen Schwarzen Deutschen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Identität und Rassismus in Deutschland. In einer Reihe von Porträts über starke und humorvolle Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten zeigt er, dass das einfarbige Bild der Deutschen schon lange nicht mehr der Realität unserer Gesellschaft entspricht.

Da sind zum Beispiel der ehemalige BND-Beamte und Schauspieler Theodor Wonja Michael und Marie Nejar, ehemalige Krankenschwester und Sängerin – beide Überlebende der NS-Zeit. Oder Patrick Mushatsi-Kareba, Manager eines digitalen Musikanbieters, sowie die Radio- und Fernsehmoderatorin Hadnet Tesfai. Sie und die anderen Protagonisten der Reihe haben eindrucksvolle und erstaunliche Lebensgeschichten zu erzählen, berichten von guten und schlechten Erfahrungen in unserem Land und ziehen alle ihr persönliches Fazit: „Ich bin deutsch“.

Selbstbewusstes Bekenntnis zu Deutschland

Mit diesem positiven und selbstbewussten Bekenntnis zu einer Gesellschaft, die es ihnen nicht immer leicht macht, wirken sie ohne Zweifel identitätsstiftend. Sie sind Vorbilder - nicht nur für Schwarze Deutsche.

Diese kraftvolle Stimmung war auch in der anschließenden Diskussionsrunde mit den Filmemachern und einigen der Protagonisten deutlich zu spüren. Viele der Zuschauer fühlten sich bestärkt. Sich nicht auf die Rolle eines „Rassismusexperten“ reduzieren zu lassen, so formulierte es einer. Zugleich erwarten sie mehr Selbstverständlichkeit seitens der Mehrheitsbevölkerung.

Vertreter/innen von Auswärtigem Amt und DeutschPlus e.V.
Vertreter/innen von Auswärtigem Amt und DeutschPlus e.V.© AA

Diese größere Selbstverständlichkeit im Umgang mit anders Aussehenden ist ein Anliegen, das auch dem Auswärtigen Amt am Herzen liegt: Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ganz persönliche Bezüge zu diesen Themen. Alle kennen selbst die Erfahrung des tatsächlichen oder vermeintlichen Fremdseins und viele leben in Familien mit interkulturellen Bezügen. Diese Dokumentation ist deshalb auch ein Instrument, um zu zeigen, wie bunt und vielfältig Deutschland ist - und dass uns diese Vielfalt stark macht.

Die Filme, die gestern gezeigt wurden, sind übrigens seit heute auf der Webseite www.schwarzrotgold.tv zu sehen… und eine zweite Staffel wird folgen. Darauf freuen wir uns schon!

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