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Erstes Internationales Zentrum für Wasserressourcen und Globalen Wandel gegründet

09.07.2014 - Artikel

Staatsministerin Böhmer und die beigeordnete UNESCO-Generaldirektorin Watson-Wright haben am 09.07. den Gründungsvertrag für das erste Internationale Zentrum für Wasserressourcen und Globalen Wandel der UNESCO in Deutschland unterzeichnet.

Unterzeichnung des Gründungsvertrags
Unterzeichnung des Gründungsvertrags© AA

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, und die beigeordnete UNESCO-Generaldirektorin, Wendy Watson-Wright, haben am 9. Juli den Gründungsvertrag für das erste Internationale Zentrum für Wasserressourcen und Globalen Wandel der UNESCO in Deutschland unterzeichnet. Das neue UNESCO-Wasserinstitut soll die weltweite Zusammenarbeit in Politik, Forschung und Ausbildung zum Thema Wasserressourcen und globaler Wandel stärken.

Staatsministerin Maria Böhmer erklärte dazu:

Als Vertreterin Deutschlands in der Offenen Arbeitsgruppe zur Erarbeitung der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen setze ich mich dafür ein, Nachhaltigkeit auch im Bereich Wasser durchzusetzen. Mit dem neuen Zentrum übernimmt Deutschland ein weiteres Stück Verantwortung und schafft hierfür eine wichtige Plattform zum Wohle heutiger und künftiger Generationen.

Die Staatsministerin fügte hinzu, dass das UNESCO-Wasserinstitut auf die langjährige deutsche Erfahrung in der Forschungs- Umwelt- und Entwicklungszusammenarbeit zurückgreifen könne: „Es wird die deutschen Aktivitäten auf dem Gebiet der Wasseraußenpolitik ideal ergänzen“, so Böhmer weiter.

Weltweite Zusammenarbeit stärken

Staatsministerin Böhmer bei ihrer Rede
Staatsministerin Böhmer bei ihrer Rede© AA

Das Wasserzentrum an der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz nimmt in dieser Woche seine Arbeit auf. Es wird vom Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) finanziert.

Das neue UNESCO-Wasserinstitut soll die weltweite Zusammenarbeit in Politik, Forschung und Ausbildung zum Thema Wasserressourcen und globaler Wandel stärken. Ziel ist es, Experten aus aller Welt aus- und fortzubilden und sie in gemeinsame Forschungsprojekte einzubinden. Zudem wird das Institut die bereits in Koblenz vorhandenen globalen Datenbanken zu Wassermengen (Global Runoff Data Centre) und Wasserqualität (GEMStat) im Global Water Data Center integrieren, Referenzprodukte für die verbesserte Wassernutzung entwickeln und sie Partnern aus aller Welt, insbesondere in Entwicklungsländern und konfliktträchtigen Regionen, kostenfrei zur Verfügung stellen.

Nachhaltigkeit in der Wassernutzung durchsetzen

Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten liegt in der Zusammenarbeit mit UN-Water, einer Initiative der Vereinten Nationen, die Staaten dabei unterstützt, ihre möglichst Wassernutzung nachhaltig zu gestalten. Das Zentrum ist gleichzeitig ein wichtiger Baustein des deutschen Beitrags zur Umsetzung wasserbezogener Ziele, die ab 2015 die internationale Agenda für nachhaltige Entwicklung bestimmen werden.

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