Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Der Goldene Brief des Königs Alaungphaya von Myanmar an Georg II. gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe

12.10.2015 - Artikel

Die UNESCO-Kommission hat den Goldenen Brief, gesendet im Jahr 1756 aus Myanmar an König Georg II., in das Memory of the World-Register aufgenommen. Der Brief wurde im Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts digitalisiert und wird in der niedersächsischen Landesbibliothek in Hannover verwahrt.

Wie die deutsche UNESCO-Kommission in Bonn mitteilte, ist der aus dem Jahr 1756 stammende, auf reinem Gold geschriebene und mit kostbaren Rubinen verzierte Brief am 09.10.2015 in das Memory of the World-Register der UNESCO aufgenommen worden. Das Auswärtige Amt hatte 2013 im Rahmen seines Kulturerhalt-Programms die 3-D-Digitalisierung dieses einzigartigen Kulturschatzes in Zusammenarbeit mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek und der Firma Scanbull Software GmbH unterstützt.

Der Goldene Brief
Der Goldene Brief© GWLB

In dem Brief hatte König Alaungphaya von Myanmar den englischen König und zugleich Kurfürst von Hannover Georg II. zur Gründung einer Handelskolonie in seinem Machtbereich eingeladen. Das Schreiben wurde unbeantwortet in die heimatliche, kurfürstliche Bibliothek nach Hannover – der heutigen Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – geschickt. Dort ist er sorgfältig aufbewahrt worden, geriet aber über die Jahrhunderte in Vergessenheit.

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek veranlasste 2007 umfangreiche Forschungen, bei denen Jacques Leider von der École Francaise d’Extreme-Orient den Goldenen Brief als weltweit einzigen seiner Art identifizierte.

Zum Weiterlesen:

Kulturerhalt in Myanmar: Der Goldene Brief als Digitalscan

UNESCO: Neueinträge im Memory of the World-Register

Verwandte Inhalte

Schlagworte

nach oben