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Gegenseitige Toleranz für friedliches Zusammenleben der Religionen

16.03.2016 - Artikel

Staatsministerin Böhmer traf am 15.03. Großscheich al-Azhar. Im Vordergrund der Begegnung stand die Botschaft von gegenseitiger Toleranz und Respekt für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Religionen.

Staatsministerin Böhmer traf am 15.03. in Berlin mit Großscheich al-Azhar zusammen. Begleitet wurde der Großscheich von seinem juristischen Berater Mohamed Abdelsalam Abdelatif, dem ägyptischen Botschafter Badr Abdelatty und Mouhanad Khorchide von der Universität Münster.

Staatsministerin Böhmer mit dem ägyptischen Botschafter Badr Abdelatty und Großscheich al-Azhar (v.l.).
Staatsministerin Böhmer mit dem ägyptischen Botschafter Badr Abdelatty und Großscheich al-Azhar (v.l.).© AA

Als Großimam steht Großscheich al-Azhar dem Gelehrtenrat der Azhar als religiöser Institution und gleichzeitig formal der Azhar-Universität in Kairo vor. Die Azhar nahm ab dem 12. Jahrhundert innerhalb des sunnitischen Islam eine führende Rolle in der Religionsauslegung ein.

Gegenseitige Toleranz und Respekt

Im Vordergrund der Begegnung stand die Botschaft, dass ein friedliches Zusammenleben von unterschiedlichen Religionen nur dann möglich ist, wenn gegenseitige Toleranz und Respekt gelebt werden. Dazu sagte die Staatsministerin: „Der Zusammenhalt einer Gesellschaft ist in Zeiten, in denen die Welt aus den Fugen zu geraten scheint, von zentraler Bedeutung. Deutschland ist ein Zuwanderungsland. Im vergangenen Jahr sind fast eine Million Flüchtlinge zu uns gekommen, von denen der überwiegende Teil muslimischen Glaubens ist. Die große Zahl der Flüchtlinge stellt uns vor neue Herausforderungen, was das Zusammenleben unterschiedlicher Religionen angeht.“

Gemeinsame Wertegrundlage muss gelebt werden

Damit ein Zusammenleben gelingt, sei eine gemeinsame Wertegrundlage notwendig. Diese definiere sich in Deutschland aus dem Grundgesetz, sagte Böhmer weiter. Essentiell seien vor allem die Grundrechte, die die Würde des Menschen, die Religionsfreiheit und die Gleichberechtigung von Mann und Frau garantieren. „Die gesellschaftliche Teilhabe und der Beitrag der Muslime zum religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben in unserem Land liegen uns sehr am Herzen. Aber wir erwarten auch, dass unsere Werte respektiert und gelebt werden.“

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