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Miteinander reden - nicht übereinander: Muslim Jewish Conference in Berlin

24.08.2015 - Artikel

Unter der Schirmherrschaft von Außenminister Frank-Walter Steinmeier fand die sechste Ausgabe der 2010 ins Leben gerufenen Konferenz erstmals in Berlin statt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 6. Muslim Jewish Conference im Auswärtigen Amt
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 6. Muslim Jewish Conference im Auswärtigen Amt© D. Shaked, MJC

„Wir reden miteinander, nicht übereinander“ – so lautet das Motto der „Muslim Jewish Conference“, die am 17. August 2015 im Auswärtigen Amt eröffnet wurde.

Unter der Schirmherrschaft von Außenminister Frank-Walter Steinmeier fand die sechste Ausgabe der 2010 ins Leben gerufenen, in Wien ansässigen Konferenz in diesem Jahr erstmals in Berlin statt.

Direkter Dialog und persönliche Begegnungen

Sechs Tage lang diskutierten über 150 junge Menschen mit überwiegend jüdischem und muslimischem Hintergrund aus über 40 Ländern über Themen wie Antisemitismus und Islamophobie, den Nahostkonflikt oder religiöse Geschlechterperspektiven und entwickelten gemeinsame Projektideen. Ziel der Veranstalter ist es, den direkten Dialog durch persönliche Begegnungen zu fördern, Netzwerke aufzubauen und so zum Abbau gegenseitiger Vorurteile beizutragen.

Staatssekretär Stephan Steinlein und der Generalsekretär der Muslim Jewish Conference, Ilja Sichrovsky (li.)
Staatssekretär Stephan Steinlein und der Generalsekretär der Muslim Jewish Conference, Ilja Sichrovsky (li.)© D. Shaked, MJC

Staatssekretär Stephan Steinlein betonte bei der Eröffnung der Konferenz die Notwendigkeit, Rassismus, Islamophobie und Antisemitismus aktiv zu bekämpfen.

Die Dialogbereitschaft der Teilnehmer lobte er: „Es verlangt Mut, so explosive Themen von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren; Mut, sich der Debatte zu stellen und mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen. Allein die Tatsache, dass Sie einander zuhören und sich darauf einlassen wollen, die Welt einmal mit den Augen des Anderen zu sehen, ist ein Beispiel für 'Toleranz in Aktion'.“

Auswärtiges Amt fördert interkulturellen Dialog

Die Förderung interkultureller Verständigung gehört zu den Grundpfeilern deutscher Außenpolitik. Die Stärkung interkultureller Kompetenz junger Menschen, etwa durch Austauschprogramme wie CrossCulture Praktika oder interkulturelle Medienprojekte wie das Internetportal www.qantara.de, gehört zu den Schwerpunkten des vom Auswärtigen Amt geförderten interkulturellen Dialogs.

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