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Entwicklungen im Auslandsschulwesen

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Die ZfA im Zeichen der Partnerschulinitiative

Eine Schülerin beim Start der Partnerschulinitiative in Jakarta
Eine Schülerin beim Start der Partnerschulinitiative in Jakarta © DIS Jakarta

Aufgabe der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) ist es, eine qualitätsorientierte Schulentwicklung zu fördern und den Aufbau neuer Schulen mit deutschem Profil zu unterstützen. Im Rahmen der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) hat die ZfA den Aufbau neuer Schulen mit deutschem Profil unterstützt, Ganztagsangebote der Deutschen Auslandsschulen ausgebaut und zusätzliche Pädagogen vermittelt. Seit dem Beginn von PASCH im Februar 2008 hat sich auf Seiten der ZfA viel getan: Die Zahl der vormals 117 Deutschen Auslandsschulen ist inzwischen auf 140 gestiegen, das Netz der DSD-Schulen von 440 auf rund 1.100 angewachsen. Viele Schulen haben Ganztagsangebote neu eingerichtet oder ausgebaut. Dies geschieht in unterschiedlichen offenen und gebundenen Formen, die den Elternwunsch und die besondere Situation vor Ort berücksichtigen. Standard ist, dass den bedarfsgerechten Ganztagesangeboten eine pädagogische Konzeption zugrunde liegt.

Die PASCH-Initiative ermöglichte der ZfA, zusätzliche Fachberater und Koordinatoren zu einzusetzen. Damit werden die Sprachdiplomschulen noch effizienter betreut. Diese ZfA-Pädagogen vor Ort intensivieren die Zusammenarbeit mit lokalen Schulen, die Deutsch als Fremdsprache anbieten und beraten beim Ausbau des Deutschunterrichts.

Weltweit hat die ZfA 16 Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter für Qualitätsentwicklung im Einsatz. Die Prozessbegleiter unterstützen die Deutschen Schulen systematisch bei Entwicklungsaufgaben im Rahmen ihres Pädagogischen Qualitätsmanagements. Sie stärken damit die Marktposition der Schule auf den internationalen Bildungsmärkten.

Schulqualität sichern durch Bund-Länder-Inspektion

Ein Inspektor bei der Arbeit: Reinhard Köhler überprüft die Unterrichtsqualität in Lima
Ein Inspektor bei der Arbeit: Reinhard Köhler überprüft die Unterrichtsqualität in Lima © Zfa

Um die Unterrichtsqualität der Deutschen Auslandsschulen zu überprüfen, wurde 2008 die "Bund-Länder-Inspektion Deutscher Schulen im Ausland" (BLI) eingeführt.

Die BLI, die von der ZfA organisiert wird, stellt die Schulqualität durch einen mehrtägigen Schulaufenthalt fest. Im Vorfeld des Inspektionsbesuchs analysiert ein Prüferteam eingereichte Schuldaten und Dokumente. Im Auslandsschulwesen erfahrene Schulexperten der ZfA und der Länder haben sich in einer spezifischen Schulung als Inspektoren qualifiziert. Durch die BLI werden Entwicklungspotenziale offengelegt. Die Schulen erhalten so die Chance, ihre Qualität weiter auszubauen.

Im Zentrum der Inspektion stehen Unterrichtsbesuche bei möglichst vielen Lehrkräften. Dabei wird nicht die Kompetenz des einzelnen Lehrers festgestellt, sondern das Unterrichtsprofil der Schule als Ganzes erfasst. Leitfadengestützte Interviews mit allen am Schulleben beteiligten Gruppen sowie ein Schulrundgang sind die wesentlichen Informationsquellen der BLI. Am Ende der Inspektion bekommt die Schule unmittelbar ein erstes mündliches Feedback, einige Wochen später erfolgt der schriftliche Inspektionsbericht. Aus den Ergebnissen entwickelt die Schule einen Aktionsplan. Bei Maßnahmen zur Verbesserung steht die ZfA den Schulen beratend zur Seite.

Die Inspektionsergebnisse aller Schulen fließen in einen jährlichen Gesamtbericht ein, der jedoch keinen Rückschluss auf die Ergebnisse der Einzelschule zulässt. Der Jahresbericht wird veröffentlicht und stellt im Sinne eines Systemmonitorings Steuerungswissen für die Weiterentwicklung des Gesamtsystems Deutscher Auslandsschulen zur Verfügung.

Nach erfolgreicher Inspektion dürfen sich die Schulen "Exzellente Deutsche Auslandsschule" nennen, was in einer vom Bundespräsidenten unterschriebenen Urkunde – dem Gütesiegel "Exzellente Deutsche Auslandsschule" – schriftlich verbürgt wird. Im Sechsjahresrhythmus werden die Inspektionen wiederholt, um die Qualität zu sichern.

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