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Fürs Lernen begeistern: Steinmeier verleiht Deutschen Auslandsschulpreis

08.06.2016 - Artikel

Außenminister Steinmeier hat am Mittwoch (08.06) die Deutsche Internationale Schule in Johannesburg mit dem Deutschen Auslandsschulpreis ausgezeichnet.

Außenminister Steinmeier hat am Mittwoch (08.06) den Deutschen Auslandsschulpreis der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung verliehen. Ausgezeichnet wurde die Deutsche Internationale Schule in Johannesburg, Südafrika, für ihren Umgang mit kultureller und sozialer Vielfalt. "Der Deutsche Schulpreis trägt dazu bei, dass mündige Bürgerinnen und Bürger unsere Welt von morgen mitgestalten", sagte Steinmeier anlässlich der Preisverleihung.

Deutsche Internationale Schule in Johannesburg: vorbildlicher Umgang mit Vielfalt

Außenminister Steinmeier mit Moderatorin Linda Zervakis bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises 2016.
Außenminister Steinmeier mit Moderatorin Linda Zervakis bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises 2016.© Phoenix

"Ich habe gelernt, zu lernen", sagte Steinmeier im Rückblick auf seine eigene Schulzeit. Für ihn sei der Besuch des Gymnasiums Ende der 1960er-Jahre nicht selbstverständlich gewesen – als erster aus seiner Familie machte der Minister das Abitur.

Heute überreichte er im Kosmos Berlin den Preis für die beste Deutsche Auslandsschule. Geehrt wurde die Deutsche Internationale Schule in Johannesburg, Südafrika, insbesondere für ihren Umgang mit kultureller und sozialer Vielfalt und die Umsetzung von Chancengleichheit. Die rund 1000 Schülerinnen und Schüler der Schule stammen aus 38 Nationen, 32 verschiedene Konfessionen sind vertreten. Viele Schülerinnen und Schüler stammen aus Johannesburg, aber auch Kinder aus den sozial schwachen Soweto-Townships befinden sich in der Schülerschaft. Chancengleichheit steht für die Schule im Vordergrund, und mit zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen, zum Beispiel Basaren, Konzerten und Lesewettbewerben, wird der Zusammenhalt von Schülerinnen und Schülern unterschiedlichster Herkunft gefördert. Sowohl deutsche als auch südafrikanische Abschlüsse können an der Schule erworben werden.

Erstmals Preis an Deutsche Auslandsschule verliehen

Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Internationalen Schule Johannesburg vor ihrer Abreise nach Berlin, wo sie den Sonderpreis des Deutschen Schulpreises 2016 entgegennahmen.
Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Internationalen Schule Johannesburg vor ihrer Abreise nach Berlin, wo sie den Sonderpreis des Deutschen Schulpreises 2016 entgegennahmen.© Deutsche Internationale Schule Johannesburg

Unter dem Motto "Dem Lernen Flügel verleihen" vergeben die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung seit 2006 den Deutschen Schulpreis. Der Preis ehrt Schulen, denen es auf besondere Weite gelingt, ihre Schülerinnen und Schüler für das Lernen zu begeistern, Kreativität zu fördern, und zu Fairness und Verantwortung zu erziehen. In diesem Jahr wurde anlässlich des 10. Jubiläums des Deutschen Schulpreises zum ersten Mal ein Sonderpreis für Deutsche Auslandsschulen ausgeschrieben. "Ich freue mich, dass der Preis im 10. Jahr seines Bestehens auch die Arbeit der deutschen Auslandsschulen in den Blick gekommen hat, denen in ihren Gastländern eine wichtige Mittlerrolle zukommt und deren Erfahrung zum 'Umgang mit Vielfalt' auch in das Inland hineinwirken", sagte der Minister anlässlich der Preisverleihung. Neben der Preisträgerschule in Johannesburg war auch die Deutsche Schule in Lima nominiert. Der Preis ist mit 25.000€ dotiert.

140 Deutsche Auslandsschulen, 1700 Partnerschulen

Mehr als 140 Deutsche Auslandsschulen in 72 Ländern tragen zur Förderung der deutschen Sprache und zur Vermittlung deutscher Kultur im Ausland bei. Neben den Auslandsschulen gibt es rund als 1700 Partnerschulen, an denen ein Teil des Unterrichts auf Deutsch stattfindet. "Die machen ganz tolle Arbeit", lobte der Minister. Unter den bekannten Absolventinnen und Absolventen befinden sich beispielsweise Patricia Espinosa, ehemalige mexikanische Außenministerin und zukünftige Leiterin des UN-Klimasekretariats in Bonn, und der mexikanische Opernsänger Rolando Villazón – beide besuchten die Alexander-von-Humboldt-Schule in Mexiko-Stadt. Königin Silvia von Schweden besuchte das Colégio Visconde de Porto Seguro in Sao Paolo, heute mit rund 10.000 Schülerinnen und Schülern die größte Deutsche Auslandsschule.

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