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Die deutsche duale Ausbildung kennenlernen - Staatsministerin Böhmer lädt Botschafterinnen und Botschafter in Berufsschule ein

28.01.2015 - Artikel

Das deutsche Modell der beruflichen Bildung als eine wichtige und wertige Alternative zum Studium näher kennen zu lernen, war das Ziel eines Besuchs von Vertreterinnen und Vertretern der Gruppe der lateinamerikanischen und karibischen Länder (GRULAC) bei einer Berliner Ausbildungsstätte.

In einer dualen Ausbildungsstätte
Staatsministerin Böhmer begleitet Botschafterinnen und Botschafter in eine duale Ausbildungsstätte© AA

Auf Initiative von Staatsministerin Böhmer besuchten in Deutschland akkeditierte Botschafterinnen und Botschafter Lateinamerikas und der Karibik am 28. Januar gemeinsam mit der Staatsministerin die Siemens AG, um sich vor Ort über die Ausbildung der Fachkräfte zu informieren und auszutauschen.

Anläßlich des Besuches sagte die Staatsministerin:

Die Ausbildung von Fachkräften steht weltweit im Zentrum der wirtschaftlichen Entwicklung, des Wachstums und der Innovation.

Als Staatsministerin im Auswärtigen Amt setze ich mich dafür ein, die duale Ausbildung in Zusammenarbeit mit deutschen Institutionen, den Regierungen, lokalen Bildungsträgern, der Wirtschaft vor Ort und den Außenhandelskammern noch weiter auszubauen.

In Berlin lässt Siemens Auszubildende und Studenten durch die Werner-von-Siemens Werkberufsschule für technische und kaufmännische Berufe und die Siemens Technik Akademie als Berufsfachschule mit Studiengängen für Datentechnik, Wirtschaft, Mechatronische Systeme und Prozessmanagement aus- und weiterbilden. Im Vordergrund der Ausbildung steht dabei die Praxisnähe.

Hannes Höhn, Vizepräsident für Regierungsangelegenheiten bei Siemens, und Ausbildungsleiter Martin Stöckmann erläuterten den Gästen die Schwerpunkte der Ausbildungszweige und führten sie durch die Werks- und Unterrichtsräume. Dies bot Staatsministerin Böhmer und den Botschafterin die Gelegenheit, mit den Auszubildenden und Studenten über ihre Erfahrungen und Perspektiven zu sprechen.

Die GRULAC-Botschafter zeigten sich beeindruckt vom Werksbesuch und den Informationen zum dualen Ausbildungssystem.

Staatsministerin Böhmer fasste zusammen:

Das Interesse am deutschen dualen Ausbildungssystem nimmt stetig zu.

Natürlich lässt es sich nicht Eins-zu-eins auf andere Länder übertragen. Aber bereits mit gezielten Maßnahmen kann das Grundprinzip – die praxisorientierte Ausbildung – aufgegriffen und somit die Qualifikation der Arbeitskräfte nachhaltig verbessert werden.

Dazu gehören beispielsweise die Einbeziehung von Praktika in die Ausbildung, die Zusammenarbeit von staatlichen Ausbildungszentren mit Unternehmen oder eine praxisorientierte Fortbildung von Berufsschullehrern.

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