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Jugendliche aus der Ostukraine zu Gast in Polen und Deutschland

25.08.2014 - Artikel

Das Auswärtige Amt und das Deutsch-Polnische Jugendwerk fördern in diesem Sommer gemeinsame Austauschprojekte in Deutschland und Polen, an denen vermehrt Jugendliche aus der Ostukraine teilnehmen.

Das Auswärtige Amt und das Deutsch-Polnische Jugendwerk fördern in diesem Sommer gemeinsam fünf Austauschprojekte in Deutschland und Polen, an denen Kinder und Jugendliche aus der Ostukraine teilnehmen. Für rund 60 ukrainische Jugendliche aus Donezk und Umgebung heißt das, dass sie für einige Tage dem Konflikt in ihrer Heimat entkommen konnten.

Jugendliche aus dem Donbass nehmen an Austauschen in Deutschland und Polen teil
Jugendliche aus dem Donbass nehmen an Austauschen in Deutschland und Polen teil© DPJW

Angesichts der Krisensituation im ostukrainischen Donbass haben das Auswärtige Amt und das Deutsch-Polnische Jugendwerk in diesem Sommer kurzfristig mehr Austauschprojekte für Jugendliche aus der Region Donbass organisiert. Die Jugendbegegnungen widmen sich historischen und gesellschaftlichen Themen oder der kulturellen Bildung, die sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam in Gruppen von Gleichaltrigen aus Deutschland, Polen und der Ukraine erarbeiten.

Die Idee und die Werte eines „einigen Europa“ sollen in den Projekten für alle Jugendlichen erlebbar sein. Nicht zuletzt soll durch die gemeinsame deutsch-polnische Programmgestaltung deutlich werden, wie eng die beiden Länder 25 Jahre nach dem Fall der Mauer und dem Ende des Kalten Krieg miteinander verbunden sind.

Europa gemeinsam erleben

So hat beispielsweise eine Gruppe von 16 bis 22jährigen Jugendlichen aus den drei Ländern den U-Bootbunker „Valentin“ in Bremen-Farge erforscht: Dieser war ein Rüstungsgroßprojekt der Nationalsozialisten, das heute zur Gedenkstätte umgestaltet ist. In der direkten Umgebung liegen zudem mehrere ehemalige Häftlingslager, die freigelegt und in den Bereich der Gedenkstätte aufgenommen werden sollen. Die Jugendlichen haben unter fachlicher archäologischer Anleitung erste Grabungen begonnen und gemeinsam Konzepte für die zukünftige Gestaltung des Geländes entwickelt.

Ein weiteres Projekt in der Gegend von Berlin bot für Kinder und Jugendliche von 12-16 Jahren kreative Workshops mit Künstlerinnen und Künstlern an: Durch die Arbeit mit Fotografie, Videokunst, Musik, Theater und bildener Kunst konnten die Jugendlichen auch gemeinsam die polnische Sprache erlernen. Außerdem haben die Teilnehmden selbst erleben können, wie eng die europäische Integration Deutschland und Polen seit dem Fall der Mauer zusammengebracht hat: Bei einem gemeinsamen Ausflug mit dem Regionalzug von Deutschland nach Polen konnten sie selbst ausprobieren, wie ein Grenzübertritt „im Vorbeigehen“ möglich ist und für viele Menschen alltäglich geworden ist.

Gemeinsam groß werden

Sämtliche Kosten der ukrainischen Jugendlichen werden vom Auswärtigen Amt und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk übernommen. Die Jugendlichen sind unter anderem in deutschen Gastfamilien untergebracht. Bis zum Jahresende sind weitere 15 deutsch-polnisch-ukrainische Jugendprojekte geplant.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des Deutsch-Polnisches Jugendwerk.


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