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Mehr Planungssicherheit für deutsche Auslandsschulen

06.12.2013 - Artikel

Die Kultusminister der Länder und Staatsministerin Cornelia Pieper haben am 05.12. eine Verwaltungsvereinbarung zum Auslandsschulgesetz unterzeichnet.

Die Kultusminister der Länder und Staatsministerin Cornelia Pieper haben am 5. Dezember eine Verwaltungsvereinbarung zum Auslandsschulgesetz unterzeichnet. Dadurch ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Umsetzung des Auslandsschulgesetzes getan, durch das die deutschen Auslandsschulen einen Rechtsanspruch auf eine mehrjährige Finanzierung erhalten.

Staatsministerin Pieper bei der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung
Staatsministerin Pieper bei der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung© AA

Bisher war langfristige Planung für Deutsche Auslandsschulen oft ein schwieriges Unterfangen: Jedes Jahr aufs Neue stand erst mit Verabschiedung des Haushaltsgesetzes fest, in welcher Höhe sie durch das Auswärtige Amt gefördert würden.

Das soll sich nun ändern: Das Auslandsschulgesetz, das am 1. Januar 2014 in Kraft tritt, sieht einen Rechtsanspruch auf eine mehrjährige Finanzierung der Auslandsschulen vor. Die daraus entstehende Sicherheit ist für eine nachhaltige Qualitätsentwicklung der Schulen erforderlich.

Die Bund-Länder-Verwaltungsvereinbarung erneuert ergänzend zum Auslandsschulgesetz die Regeln für die Vermittlung deutscher Lehrkräfte aus den Bundesländern an die Deutschen Auslandsschulen. Diese Lehrkräfte tragen entscheidend zur hohen Qualität der Lehre im Auslandsschulwesen bei. Mit der neuen Verwaltungsvereinbarung ist auch die lange offene Frage geklärt, wie die Kosten für ihre Altersversorgung zwischen Bund und Ländern aufgeteilt werden: Sie werden zwischen beiden Seiten hälftig aufgeteilt.

Historische Stunde für das deutsche Auslandsschulwesen

Staatsministerin Pieper im Gespräch mit der Deutschen Welle
Staatsministerin Pieper im Gespräch mit der Deutschen Welle© AA

Staatsministerin Cornelia Pieper bezeichnete die Verabschiedung des Auslandsschulgesetzes und die Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung als "historische Stunde": "Das bedeutet in Zukunft Rechtssicherheit und Planungssicherheit für alle deutschen Auslandsschulen."

Ein zentrales Ziel der Vorschrift sei die Sicherung von Qualitätsstandards, denn: "Die deutschen Auslandsschulen sind Leuchttürme des deutschen Bildungssystems in der Welt", so Staatsministerin Pieper.

Kontinuität und Qualität im Lehrbetrieb

Die Leitungen der Deutschen Auslandsschulen blicken so am Ende des Jahres nicht immer wieder in eine ungewisse Zukunft, sondern sie wissen genau, dass sie einen Fördervertrag für 3 Jahre haben, der ihre Förderung für diesen Zeitraum klar vorschreibt.

Mittelfristig schaffen das Auslandsschulgesetz und die Verwaltungsvereinbarung also nicht nur Planungssicherheit für die 142 deutschen Schulen im Ausland. Sie tragen auch dazu bei, die Kontinuität und Qualität des Lehrbetriebs zu erhöhen. Und davon profitieren am meisten die Schüler.

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