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„Iran-Horizonte: Chancen für die Zukunft“ – Staatssekretär Steinlein empfängt junge iranische Fach- und Führungskräfte

16.12.2016 - Artikel

Das deutsch-iranische Begegnungsprojekt „Iran-Horizonte: Chancen für die Zukunft“ ermöglichte elf jungen Iranerinnen und Iranern eine zweimonatige Hospitation in deutschen Unternehmen. Staatssekretär Steinlein überreichte am 04.05. die Teilnahmezertifikate.

Staatssekretär Stephan Steinlein überreichte am 04.05. im Lesehof der Bibliothek des Auswärtigen Amts elf jungen iranischen Fach- und Führungskräften im Auswärtigen Amt ihre Teilnahmezertifikate für den erfolgreichen Abschluss ihrer zweimonatigen Hospitation in Unternehmen in Deutschland.

Das Fundament kultureller Vielfalt ist stets der wechselseitige Dialog. Maßnahmen zur Förderung eines interkulturellen Austauschs können vielseitig sein. Ein Beispiel ist das Begegnungsprojekt „Iran-Horizonte“, welches als Pilotprojekt des Auswärtigen Amts gemeinsam mit dem Goethe-Institut, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zum ersten Mal durchgeführt wurde.

Staatssekretär Steinlein übergibt die Teilnahmezertifikate.
Staatssekretär Steinlein übergibt die Teilnahmezertifikate.© Goethe Institut/Ludewig

Dialog zwischen deutscher und iranischer Zivilgesellschaft

In seinem Grußwort unterstrich Steinlein: „Nur die unmittelbare persönliche Begegnung und wechselseitige kulturelle Einblicke schaffen eine nachhaltige Basis für gegenseitiges Verständnis und Vertrauen für eine künftige engere Zusammenarbeit. In diesem Kontext kommt dem Programm “Iran-Horizonte„ eine zentrale und wegweisende Bedeutung zu. Die Kombination von Sprachkurs und Hospitation in einem deutschen Unternehmen bietet die Chance, nachhaltige und persönliche Bande zu knüpfen.“ Im Anschluss diskutierten Omid Nouripour, eine iranische Hospitantin, Unternehmensvertreter und die Projektpartner von „Iran-Horizonte“ über die Zukunft der deutsch-iranischen Beziehungen in Wirtschaft, Kultur und Bildung. Lesen Sie hier das Grußwort Steinleins im Wortlaut:

Grußwort von Staatssekretär Stephan Steinlein zur Abschlussveranstaltung des Projekts “Iran-Horizonte: Chancen für die Zukunft”

Podiumsdiskussion Gemeinsam Zukunftsperspektiven entwickeln: v.l.n.r. S. Mair (BDI), J. Ebert (Goethe-Institut), V. Treier (DIHK), K. Safiarian (Moderation), A. Möller (Trumpf GmbH), G. Daghigi (Hospitantin), O. Nouripour, H. Tempel (Auswärtiges Amt)
Podiumsdiskussion „Gemeinsam Zukunftsperspektiven entwickeln“: v.l.n.r. Dr. Stefan Mair (BDI), Johannes Ebert (Goethe-Institut), Dr. Volker Treier (DIHK), Kamran Safiarian (Moderation), Dr. Andreas Möller (Trumpf GmbH), Gilda Daghigi (Hospitantin), MdB Omid Nouripour, Heidrun Tempel (Auswärtiges Amt)© Goethe Institut/Ludewig

Gegenseitiges Verständnis fördern

Gilda Daghigi, studierte Betriebswirtin, berichtete bei der Podiumsdiskussion von ihrer Hospitation bei Huf Hülsbeck &Fürst: „Für mich war die Hospitation eine ausgezeichnete Erfahrung und hat mir ermöglicht, zahlreiche Tätigkeitsfelder kennenzulernen. Ich konnte den Mitarbeitern in über 40 Bereichen über die Schulter schauen und habe sehr viel über die Arbeitsabläufe in einem deutschen Unternehmen gelernt. Durch die Teilnahme an dem Projekt eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten für meine berufliche Zukunft in Iran und ich konnte sehr wertvolle Kontakte in Deutschland knüpfen.“

Kultur- und Bildungspolitik eröffnet Räume, die gegenseitiges Verständnis fördern. Außenminister Steinmeier sagte dazu kürzlich bei dem Forum „Menschen bewegen“: „Zuallererst ringen wir mit Partnern in aller Welt, Bereitschaft zu zeigen, Fremdes nicht als Bedrohung zu empfinden, Offenheit für Austausch zu zeigen - und die Möglichkeiten dafür zu schaffen. [...] Wir dürfen Unterschiede nicht ignorieren, müssen aber Bereitschaft einfordern, über Unterschiede, ihre Gründe, vielleicht auch ihre Berechtigung zu reden, wo notwendig auch streiten. Und das nicht nur auf der Ebene staatlicher Politik, sondern noch mehr in der Begegnung von Gesellschaften, da wo Vertreter der Zivilgesellschaft sich um den Prozess von Verstehen und Verständnis bemühen.“

Es geht weiter: Zweiter Durchgang erfolgreich beendet

Erfolgreich im Praktikum: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zweiten Durchgangs im Programm Iran Horizonte
Erfolgreich im Praktikum: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zweiten Durchgangs im Programm „Iran Horizonte“© Jens Schicke

Von Oktober bis Dezember 2016 fand der zweite Durchgang der Iran-Horizonte statt: Sieben weitere junge iranische Fach- und Führungskräfte, darunter drei Frauen, absolvierten eine achtwöchige Hospitation bei Unternehmen in Deutschland.

Auf der Abschlussveranstaltung am 12.12. im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin berichteten Teilnehmende und Unternehmen von ihren Erfahrungen. Trotz vereinzelter Verständigungsschwierigkeiten in der ersten Eingewöhnung beschrieben sowohl Unternehmer als auch Hospitantinnen und Hospitanten die Erfahrung und die Zeit der gemeinsamen Zusammenarbeit als durchweg positiv und gegenseitig inspirierend. Erfreulich ist, dass beide Seiten ihren Kontakt fortführen, und die Hospitantinnen und Hospitanten wichtige Vermittler für die deutschen Unternehmen sein werden. Ein dritter Durchgang von „Iran-Horizonte“ ist für das Jahr 2017 bereits in Planung.

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