Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Wichtige Diskussion in Kreuzberg: Kein Platz für Antisemitismus in Deutschland!

Wichtiger Austausch: Gabriel bei der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus

Wichtiger Austausch: Gabriel bei der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, © Florian Gaertner/photothek.net

15.12.2017 - Artikel

Außenminister Sigmar Gabriel hat am Donnerstag (14.12.) bei der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus mit Vertreterinnen und Vertretern der muslimischen Gemeinschaft Berlins diskutiert.

Lebendige Debatte


Antisemitismus im Berliner Alltagsleben, die Parolen auf den Demonstrationen der vergangenen Tage und die politischen Entwicklungen im Nahostkonflikt: über diese und weitere Themen hat Außenminister Sigmar Gabriel in Kreuzberg mit Akteuren der muslimischen Gemeinschaft in Berlin diskutiert.

Gabriel und Aycan Demirel, Mitbegründer der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus
Gabriel und Aycan Demirel, Mitbegründer der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus© Florian Gaertner/photothek.net

Fast zwei Stunden dauerte die lebhafte Debatte – ein wichtiger Austausch. „Das war für mich heute der wichtigste Termin des Tages“, so Gabriel. Das Zusammentreffen fand in den Räumlichkeiten der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus statt. Neben Mitgliedern der Initiative nahmen auch muslimische Migrantinnen und Migranten sowie Akteure aus Religion, Kultur und Gesellschaft teil. 

Besondere Verantwortung für Israel


„Antisemitismus geht gegen unsere Verfassung“, betonte Gabriel zu Beginn der Veranstaltung. Deutschland trage eine besondere Verantwortung für Israel. Dabei gehe es nicht nur um Toleranz gegenüber der jüdischen Gemeinschaft, sondern auch um das Existenzrecht des Staats Israel. 

Gleichzeitig müsse es natürlich möglich sein, auf dieser Grundlage die Politik Israels zu kritisieren – dies geschehe auch regelmäßig etwa mit Blick auf die Siedlungspolitik, so Gabriel.


Wichtige Rolle der Zivilgesellschaft


Die Teilnehmenden waren sich einig: für Antisemitismus ist in Deutschland kein Platz. Weiterhin stimmten alle überein, dass zivilgesellschaftliche Gruppen wie die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Vorurteile ab- und stabile Beziehungen aufzubauen, indem sie Menschen in Kontakt miteinander bringen und einen offenen und kritischen Austausch ermöglichen.


Verwandte Inhalte

Schlagworte

nach oben