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Krisenprävention - im Zentrum des deutschen Friedensengagements

Frauen und Kinder in einem Flüchtlingscamp nahe der Stadt Beletweyne in Somalia.

Frauen und Kinder in einem Flüchtlingscamp nahe der Stadt Beletweyne in Somalia., © AMISOM/Tobin Jones

04.07.2019 - Artikel

Von Irak über Addis Abeba bis nach Kolumbien: weltweit setzt sich Deutschland dafür ein, Krisen beizulegen oder zu verhindern.

„Früher, entschiedener, substantieller“ – das neue deutsche Krisenengagement

Wie kann Deutschland den Aufbau von Sicherheitskräften in Konfliktsituationen unterstützen? Wie können das deutsche Engagement, Missionen der Vereinten Nationen und der EU vor Ort vernetzt werden? Und wie greifen die verschiedenen Stabilisierungsinstrumente ineinander, um langfristig Sicherheit und friedliches Miteinander zu fördern? 

Am 14. Juni 2017 hat die Bundesregierung die Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“  verabschiedet. Sie sollen bewirken, dass sich Deutschland früher, entschiedener und substanzieller einsetzt, um Krisen zu bewältigen, oder besser noch: zu verhindern. Das Spektrum der Einsätze ist breit und reicht von der Kampfmittelräumung im Irak über Bildungsprojekte in Afghanistan bis hin zu einer Wahrheitskommission zur Aufarbeitung von Menschenrechtsverbrechen in Mali.

Brüssel, New York, Addis Abeba – das PeaceLab in die Welt getragen  

Wie kann dieser Einsatz für den Frieden aussehen? 1800 Menschen haben dazu in 28 Veranstaltungen ihren Beitrag geleistet: im PeaceLab sind Fachleute und Ehrenamtliche aus Deutschland und der Welt zusammengetroffen, um sich über Frieden und Sicherheit auszutauschen. 

Das Format „PeaceLab“ hat sich als Instrument des vertrauensvollen Austauschs zu sensiblen Themen und Hilfe bei der Strategieentwicklung bewährt. Auch in Brüssel, New York und Addis Abeba, an den multilateralen Zentren der Friedens- und Sicherheitspolitik und bei der Münchener Sicherheitskonferenz hat das PeaceLab die Debatte zum Krisenengagement weitergetragen. 

Krisenprävention weiterdenken

Jede Krise ist anders, jeder Konflikt verlangt nach anderen Antworten: deshalb muss sich auch die Krisenprävention stetig weiterentwickeln. So wird die Bundesregierung etwa die Instrumente zur Krisenfrüherkennung verfeinern und den engen Austausch mit den internationalen Partnern über die Friedenspolitik pflegen. 

Weitere Informationen

Seit ihrer Verabschiedung bestimmen die Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“ wie die Bundesregierung mit Krisen und bewaffneten Konflikten umgeht.

Leitlinien der Krisenprävention

Seit Oktober 2018 hat die Bundesregierung einen neuen Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung. Er bietet externe Fachexpertise für Bundesministerien, die sich international für Frieden einsetzen

Neuer Beirat: Frische Expertise für die Friedensarbeit der Bundesregierung

Im Krisenstaat Mali finanziert das Auswärtige Amt eine Wahrheitskommission zur Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen.

Nichts als die Wahrheit

Deutschland versucht, Krisenstaaten zu stabilisieren. Doch was bedeutet Stabilisierung konkret? Das Beispiel Afghanistan: Wie die Alphabetisierung von Polizistinnen und Polizisten  das Land sicherer macht.

Afghanistan: mit Bildung bewaffnet

Die Sprengfallen-Räumung in Mossul und anderen IS-befreiten Gebieten ermöglicht mit deutscher Unterstützung eine schnelle Stabilisierung.

Mit deutscher Hilfe gegen die Sprengfallen des IS

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