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Deutsche Unterstützung für UN-Friedensmissionen durch das Technische Hilfswerk

14.09.2016 - Artikel

Bis zu 30 Experten des THW können kurzfristig mobilisiert werden, um UN-Missionen beim Auf- oder Ausbau technisch-logistisch zu unterstützen.

Um die Friedensmissionen der Vereinten Nationen (UN) zu stärken trafen sich am 7./.8. September in London hochrangige Vertreter aus knapp 80 Staaten. Ein zentrales Thema dabei waren Mittel und Wege, um die UN-Friedensmissionen effizienter und reaktionsfähiger zu gestalten. Deutschland hat dazu technisch-logistische Hilfe durch das Technische Hilfswerk (THW) angeboten.

Das THW bietet wertvolle Expertise
Das THW bietet wertvolle Expertise© THW

Mehrwert ziviler Spezialkräfte

Bei dem Treffen in London analysierten die Teilnehmer zunächst gemeinsam, inwieweit die Zusagen des "Leaders' Summit on UN Peacekeeping" im September 2015 unter Leitung von US-Präsident Obama inzwischen umgesetzt wurden. Auch die Rolle von Frauen im UN-Peacekeeping stand auf der Tagesordnung. Und bei der Diskussion um Effizienz und Reaktionsfähigkeit der Missionen wurde deutlich: Friedenseinsätze müssen nicht allein in der Hand der Blauhelmsoldaten liegen. Spezialisierte zivile Kräfte können hier einen wichtigen Mehrwert leisten. Bei technisch-logistischen Aufgaben wie dem raschen Bau von Unterbringungen und Gemeinschaftseinrichtungen und Krankenhäusern sowie der Installation von Elektrizität oder der Wasserversorgung sind sie oft die beste Adresse.

30 Experten für den Personalpool

Die Bundesregierung hat den Vereinten Nationen daher beim Londoner Treffen das erste zivile Expertenteam für deren Personal- und Materialpool („Peaceekeeping Capabilities Readiness System, PCRS) angeboten. Bis zu 30 Spezialisten des THW können kurzfristig mobilisiert werden, um UN-Missionen beim Auf- oder Ausbau technisch-logistisch zu unterstützen.

THW-Mitarbeiter sind erprobt in internationalen Einsätzen
THW-Mitarbeiter sind erprobt in internationalen Einsätzen© THW

Wichtiger deutscher Beitrag

Die Blauhelmsoldaten und UN-Polizisten können dadurch mit deutscher Hilfe schneller das tun, wofür sie eigentlich in die Missionen entsandt werden: die Zivilbevölkerung und humanitäre Hilfslieferungen schützen und politische Prozesse flankieren. Dank des THW kann Deutschland somit einen wichtigen Beitrag leisten, UN-Friedensmissionen rascher und nachhaltiger einsetzbar zu machen.

Zum Weiterlesen

Deutsches Engagement in Friedensmissionen

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