Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

2015: Schlüsseljahr für den Klimaschutz

18.06.2015 - Artikel

Deutschland engagiert sich für ein neues globales Klimaschutzabkommen. Am 17. Juni fand zum zweiten Mal der Klimadiplomatietag statt - in Berlin und weltweit.

Deutschland engagiert sich für ein neues globales Klimaschutzabkommen. Am 17.6. hat nun bereits zum zweiten Mal der Klimadiplomatietag stattgefunden - in Berlin und weltweit. Auf Twitter und Facebook können Sie die Aktionen unter dem Hashtag #ClimateDiploDay nachlesen!

Klimaschutz geht alle an!
Klimaschutz geht alle an!© Photothek/Grabowsky

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Der neueste Bericht des Weltklimarats IPCC zeigt einmal mehr: Der Klimawandel ist menschengemacht und die Erdtemperatur steigt immer weiter an. Die internationale Gemeinschaft muss gemeinsam und entschlossen handeln, um den Temperaturanstieg auf 2 Grad zu begrenzen.

Die Auswirkungen des Temperaturanstiegs sind weltweit spürbar und haben gravierende Ausmaße angenommen. Die Ozeane erwärmen sich, Gletscher tauen, der Meeresspiegel steigt, es kommt zu häufigeren und stärkeren Extremwetterereignissen. Daraus entstehen wirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen, die nicht allein auf nationaler oder regionaler Ebene gelöst werden können. Deshalb spielt Außenpolitik bei der Bewältigung des Klimawandels eine große Rolle.

Europäischer Klimadiplomatietag

Seit vielen Jahren setzt sich das Auswärtige Amt aktiv in bilateralen und multilateralen Verhandlungen für den Umweltschutz ein und organisiert Veranstaltungen, die das Bewusstsein für den Klimaschutz stärken. Gemeinsam mit dem britischen Außenministerium und unter französischer Beteiligung hat das Auswärtige Amt im Jahr 2014 den Klimadiplomatietag ins Leben gerufen. Am 17. Juni 2015 hat dieses Ereignis nun zum zweiten Mal stattgefunden.

Zusammen mit europäischen Partnern haben die deutschen Auslandsvertretungen auf vielfältige Weise auf den Klimawandel und die Notwendigkeit zu handeln aufmerksam gemacht. Ziel war es, mit diesem „climate diplomacy day“ ein gemeinsames europäisches Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.

Video zum Klimadiplomatietag

Deutsch-französisch-britischer Abend in Berlin...

Berlin: Gemeinsame Diskussionsveranstaltung in der französischen Botschaft am #ClimateDiploDay
Berlin: Gemeinsame Diskussionsveranstaltung in der französischen Botschaft am #ClimateDiploDay© Photothek/Imo

In Berlin hat das Auswärtige Amt gemeinsam mit der französischen und britischen Botschaft am Mittwochabend zu einer Diskussionsrunde rund um das Thema Klimawandel eingeladen. Zusammen mit Frankreichs Botschafter, Philippe Etienne, begrüßten Peter Fischer, Beauftragter für Globalisierung, Energie- und Klimapolitik im Auswärtigen Amt, und Nick Leake von der britischen Botschaft die zahlreichen Gäste. Bei der anschließenden Diskussion „How does climate change concern you?“ veranschaulichten die Panelisten anhand von Beispielen aus dem lokalen, nationalen und internationalen Bereich lebhaft, wie sehr Klimawandel und Klimaschutz in alle Bereiche der Wirtschaft, Politik und in den Alltag jedes Einzelnen wirken.

Berlin: Blick auf das Experten-Podium mit Aylett, Schulz, Jouin und Klepper (v.l.)
Berlin: Blick auf das Experten-Podium mit Aylett, Schulz, Jouin und Klepper (v.l.)© Photothek/Imo

Mit Professor Gernot Klepper, Laura Aylett und Patrick Jouin saßen drei Klimaschutzexperten aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich auf dem Podium. Moderiert von Sabrina Schulz vom britischen Klima-Thinktank E3G machte die Diskussion vor allem eines deutlich: Dass Klimaschutz ein hochaktuelles Thema mit vielen Facetten ist. Einig waren die Panelisten, dass es dringend sei zu handeln, um die Erderwärmung auf 2°C zu beschränken.

Die rund 100 Gäste beteiligten sich lebhaft an der Debatte in der französischen Botschaft. Im buntgemischten Publikum saßen neben Klimaschutz-Expertinnen und -Experten auch viele interessierte Berlinerinnen und Berliner.

Programm der Diskussionveranstaltung am 17. Juni in der französischen Botschaft in Berlin PDF / 42 KB

... und europäische Aktionen weltweit

Ankunft am Quai d'Orsay: Frankreichs Außenminister Fabius erwartet die radelnden deutschen und europäischen Diplomaten.
Ankunft am Quai d'Orsay: Frankreichs Außenminister Fabius erwartet die radelnden deutschen und europäischen Diplomaten.© Französisches Außenministerium/F. de la Mure

Während in Berliner Diskussion vor allem die große Spannbreite und Komplexität des Klimaschutz verdeutlichte, griffen in Ankara Passanten beherzt zum Spaten und beteiligten sich an der Baumpflanzaktion, die von der deutschen Botschaft anlässlich des Klimadiplomatietags veranstaltet wurde.

#ClimateDiploDay mit Baumpflanzaktion in Ankara
#ClimateDiploDay mit Baumpflanzaktion in Ankara© Deutsche Botschaft Ankara

Aktiv wurden auch die Botschaftsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in Paris: Gemeinsam mit der deutschen Botschafterin, Susanne Wasum-Rainer, und zusammen mit Diplomatinnen und Diplomaten aus anderen europäischen Ländern radelten sie zum französischen Außenministerium, wo sie von Außenminister Laurent Fabius willkommen geheißen wurden. Frankreich kommt in diesem Jahr als Gastgeber der Weltklimakonferenz im Dezember 2015 eine besondere Rolle zu.

Am gestrigen Aktionstag veranstalteten insgesamt mehr als 50 deutsche Auslandsvertretungen rund um den Globus zusammen mit Partnern aus Frankreich, Großbritannien sowie weiteren europäischen Partnerländern und den lokalen Delegationen der Europäischen Union vielfältige Aktivitäten zum Europäischen Klimadiplomatietag.

Der Europäischen Klimadiplomatietag setzt weltweit ein Zeichen: Gemeinsam mit unseren europäischen und internationalen Partnern macht Deutschland sich stark für ein verbindliches, weltweit geltendes Klimaschutzabkommen von Paris. Nur wenn wir jetzt gemeinsam und entschlossen handeln, können wir die Erderwärmung auf 2°C beschränken und das Klima auf unserer Erde wirksam schützen.

Ziel: Ein Klimaabkommen von Paris

COP 21: Logo der Klimakonferenz 2015 in Frankreich
COP 21: Logo der Klimakonferenz 2015 in Frankreich© Französisches Außenministerium

Der Schwerpunkt der diesjährigen Aktivitäten zum Klimadiplomatietag lag dabei auf dem internationalen Klimaabkommen, das im Dezember in Paris geschlossen werden soll. Das geplante Abkommen will auch die Anpassung an den Klimawandel und Fragen der internationalen Klimafinanzierung in den Blick nehmen. Bis zu 100 Milliarden US-Dollar sollen ab 2020 jährlich aus öffentlichen und privaten Quellen bereitgestellt werden.

Deutschland engagiert sich für ein neues, verbindliches Klimaabkommen, bei dem sich alle Staaten zu Klimaschutzmaßnahmen verpflichten. Die EU hat bereits angekündigt, ihre Emissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 reduzieren zu wollen. Deutschland will schon bis zum Jahr 2020 eine 40prozentige-Minderung erzielen.

Verwandte Inhalte

Schlagworte

nach oben