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Auswirkungen des Klimawandels auf staatliche Fragilität

14.04.2015 - Artikel

Vor Beginn des G7-Außenministertreffens in Lübeck hat Außenminister Steinmeier heute (14.04.) eine Studie entgegengenommen, die die Auswirkungen des Klimawandels auf staatliche Fragilität untersucht.

Übergabe der Studie an Außenminister Steinmeier
Übergabe der Studie an Außenminister Steinmeier© Photothek/Trutschel

Vor Beginn des G7-Außenministertreffens in Lübeck hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier heute (14.04.) eine Studie entgegengenommen, die die Auswirkungen des Klimawandels auf staatliche Fragilität untersucht. Verfasst wurde das Gutachten von Denkfabriken aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA. Beim Treffen der G7-Außenminister werden die Schlussfolgerungen und Empfehlungen der Studie auf der Tagesordnung stehen.

Der Klimawandel ist eine der zentralen Sicherheitsbedrohungen des 21. Jahrhunderts: Er wird in Zukunft nicht nur die Ökosysteme, Flora und Fauna, sondern auch die Stabilität von Staaten und Gesellschaften immer stärker beeinträchtigen. Klimabedingte Stressfaktoren wie Wasserknappheit, Naturkatastrophen und der Anstieg der Meeresspiegel stellen selbst für stabile Staaten eine Herausforderung dar. Am größten ist das Fragilitätsrisiko aber in Staaten, die die zusätzlichen Belastungen der globalen Klimaveränderungen nicht abfedern und auf friedliche Weise bewältigen können.

Widerstandsfähigkeit als Leitmotiv der Außenpolitik

Die Klimastudie wurde von Denkfabriken aus vier Ländern verfasst
Die Klimastudie wurde von Denkfabriken aus vier Ländern verfasst© Photothek/Trutschel

Die Außenministerien der G7-Staaten haben daher eine Studie in Auftrag gegeben, die die Auswirkungen des Klimawandels auf staatliche Fragilität untersucht hat. Am 14.04. wurde die Studie an Außenminister Steinmeier als amtierenden Vorsitzenden der G7-Außenminister übergeben - nur wenige Stunden, bevor er sich selbst auf den Weg zum Außenministertreffen nach Lübeck machte. Das Gutachten trägt den Titel „A New Climate for Peace - Taking Action on Climate and Fragility Risks“.

Steinmeier erklärte anlässlich der Übergabe:

Die Auswirkungen des Klimawandels stellen eine wachsende Herausforderung für Frieden und Stabilität dar. Deshalb brauchen wir eine neue Kultur der internationalen Zusammenarbeit: Betroffene Staaten müssen frühzeitig eingebunden werden; Widerstandsfähigkeit von Staaten muss zu einem Leitmotiv der Außenpolitik werden. Für diesen Ansatz ist die Kooperation innerhalb der G7 ein richtiges Forum.

Steinmeier fügte hinzu, er sei froh, dass die G7-Staaten auf Grundlage der vorliegenden Studie nun gemeinsame Maßnahmen entwickeln und Impulse für internationale Prozesse geben könnten. Dies sei mit Blick auf die bevorstehende Klimakonferenz in Paris besonders wichtig.

Weitere Informationen

Studie „A New Climate for Peace“

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