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#ClimateDiploDay: Deutsch-britisch-französischer Klimatag weltweit - und in Berlin

10.09.2014 - Artikel

Weltweit fanden am Dienstag (09.09.) Veranstaltungen zum ersten gemeinsamen „Klimatag“ statt. Positive Resonanz fand auch die zentrale Veranstaltung in Berlin.

Weltweit fanden am Dienstag (09.09.) Veranstaltungen zum deutsch-britisch-französischen Klimatag statt. Positive Resonanz fand auch die zentrale Veranstaltung in Berlin.

Rund 70 Gäste informierten sich in der Britischen Botschaft über Klimadiplomatie. Das Auswärtige Amt, die britische und die französische Botschaft präsentierten Klimaprojekte und gemeinsame politische Initiativen.

Diskussionveranstaltung zum #ClimateDiploDay in Berlin
Diskussionveranstaltung zum #ClimateDiploDay in Berlin© AA

In einer ersten Diskussionrunde leuchteten Vertreterinnen und Vertreter des Auswärtigen Amts, der französischen Botschaft in Berlin und des britischen Außenministeriums am Morgen Möglichkeiten und Wege gemeinsamer klimapolitischer Kooperation aus. Deutlich wurde dabei: Vorrangig ist es derzeit, den Klimaverhandlungsprozess mit außenpolitischen Instrumenten und Netzwerken zu unterstützen. Aber bereits heute müssen - im Sinne von präventiver Außenpolitik - auch sicherheitspolitische Implikationen als Folge globaler Erwärmung mitgedacht werden.

Im Anschluss diskutierten in einer zweiten Runde Professor Dr. Anders Levermann vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, die frühere mexikanische Außenministerin und jetzige Botschafterin in Berlin, Frau Patricia Espinosa, sowie die Journalistin Dagmar Dehmer vom „Tagesspiegel“ über Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten angesichts des globalen Klimawandels. Dabei wurde deutlich, dass sich alle gesellschaftlichen Bereiche an der Bekämpfung des Klimawandels beteiligen müssen. Das heißt, neben Wissenschaft und Medien geht es auch um den Beitrag der Diplomatie.

Gemeinsame Engagement im Klimaschutz

Im Hinblick auf den angestrebten Abschluss eines Klimaschutzabkommens in Paris 2015 warb Espinosa eindringlich für mehr gegenseitiges Vertrauen der internationalen Gemeinschaft in Fragen der Klimapolitik. Sie sprach sich für einen Paradigmenwechsel vom „Burden-Sharing“ zum gemeinsamen „Solution-Sharing“ aus. Wie die anderen Redner teilte auch sie die Überzeugung einer internationalen, alle Staaten betreffenden und verpflichtenden Klimapolitik.

In Accra wurde zum Klimadiplotag 2014 mit Unterstützung des deutschen Klimafonds ein Lern- und Ausstellungsort zum Klimawandel errichtet (Archiv)
In Accra wurde zum Klimadiplotag 2014 mit Unterstützung des deutschen Klimafonds ein Lern- und Ausstellungsort zum Klimawandel errichtet (Archiv)© AA

Ziel des ersten deutsch-britisch-französischen Klima-Tages war es, dafür einzutreten, dass dieser wichtigen Thematik auch in der Außenpolitik mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Auch ging es darum, ein gemeinsames Auftreten der europäischen Partner zu befördern.

Ausgewählte Beispiele weltweiter Aktivitäten

Die Idee war es, diesen Klimatag nicht nur in Berlin, sondern vor allem auch im Ausland in der Zusammenarbeit der jeweiligen Botschaften vor Ort zu begehen und sichtbar zu machen. In den sozialen Medien zeigte sich dies über die gemeinsame Verwendung des Hashtags #ClimateDiploDay, mit dem die einzelnen Aktivitäten und Projekte vorgestellt wurden. Ein paar Beispiele auch hier zum Nachlesen:

  • Der deutsche und britische Botschafter in Kenia veröffentlichten zum Klimatag gemeinsam einen Artikel in der Tageszeitung „The Star“. Darin schreiben sie: „Es ist klar, dass keine Nation allein dem Druck begegnen kann. Entschiedenes und sofortiges Handeln ist auf jeder Ebene und in jedem Land nötig. Keine Tat ist zu klein. Es braucht das Engagement der Regierungen wie auch der Bürgerinnen und Bürger weltweit.“
  • Die Botschaft London würdigte die enge klimapolitische Zusammenarbeit mit dem Vereinigten Königreich auf ihrer Website.
    In Paris „twitterten“ die Kolleginnen und Kollegen unter dem #climatediploday über das gemeinsame Vorgehen in der Klimadiplomatie.
  • Deutsche Auslandsvertretungen luden zu vielfältigen Veranstaltungen mit Filmvorführungen und Diskussionen zu Umwelt- und Klimaschutz ein, so zum Beispiel in Atlanta, Miami und Santiago de Chile. Die deutsche Botschaft Washington über die Klimaveranstaltung auf ihrem Twitter-Account: Germany in USA
  • In Bangkok wiederum veranstaltete die Deutsche Botschaft, die Britische Botschaft und die EU-Delegation in Zusammenarbeit mit dem “Office of Natural Resources and Environmental Policy and Planning„ (ONEP) des thailändischen Umweltministeriums einen gemeinsamen Aktionstag zum Klimawandel.

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