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Schutz der Ozeane verbessern

Atlantischer Lachs

Atlantischer Lachs, © blickwinkel

15.08.2019 - Artikel

Meere bedecken rund siebzig Prozent der Erdoberfläche. Sie spielen eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des Weltklimas und tragen maßgeblich zur Ernährungs- und Einkommenssicherung der Weltbevölkerung bei.

Überfischung, Meeresverschmutzung und Klimawandel setzen diesen einzigartigen Lebensraum jedoch unter zunehmenden Druck. Von den Gebieten der hohen See, die rund zwei Drittel der Ozeane ausmachen und außerhalb der Zuständigkeit der Staaten liegen, unterfallen bisher nur ein Prozent besonderen Schutzmaßnahmen.

Deutschland für wirksames globales Übereinkommen

Deutschland und die EU setzen sich in den Vereinten Nationen seit Jahren für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der hohen See und des Tiefseebodens ein (Biodiversity beyond national jurisdiction, BBNJ).  Ziel ist ein neues wirksames Übereinkommen im Rahmen der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen (UNCLOS).  Nach den beiden einleitenden Verhandlungsrunden der BBNJ-Regierungskonferenz in New York wurden eine dritte und vierte Sitzung für 19.-30.08.2019 bzw. das erste Halbjahr 2020 angesetzt. Die ersten Beratungen des Vertragstextes sollen 2020 abgeschlossen werden.

Biodiversität auf hoher See umfassend schützen und nachhaltig nutzen

Der Schutz der biologischen Vielfalt der Weltmeere wird bislang nur durch einzelne Maßnahmen einer Vielzahl von Akteuren wie der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) oder regionalen Fischereimanagementorganisationen umgesetzt, mit jeweils begrenzten Zuständigkeiten. Es fehlt ein weltweit verbindlicher Rahmen, um diese einzelnen Maßnahmen zu bündeln und einen sektorübergreifenden und weltweit verbindlichen Schutz der biologischen Vielfalt der Meere und deren nachhaltige Nutzung sicherzustellen.

Im Vordergrund eines neuen Übereinkommen stehen für Deutschland und die EU die Einrichtung sektorübergreifender und weltweit anerkannter Meeresschutzgebiete, die Einbeziehung der Zuständigkeiten und Maßnahmen bestehender Organisationen und die Förderung von internationaler, regionaler und sektoraler Zusammenarbeit beim Meeresnaturschutz und bei wissenschaftlicher Meeresforschung.

Das Verhandlungspaket umfasst vielfältige und komplexe Bereiche wie gebietsbezogene Schutzmaßnahmen, Umweltverträglichkeitsprüfungen, die Nutzung mariner Genressourcen und die Förderung von Kapazitätsaufbau. Seit 2006 haben hierzu konzeptionelle Vorberatungen und Vorverhandlungen unter dem Dach der Generalversammlung der Vereinten Nationen stattgefunden.

Weiterführende Informationen sind auch auf der Webseite der Vereinten Nationen verfügbar.

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