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Tschadsee-Region

07.11.2018 - Artikel

Die Bundesregierung leistet seit vielen Jahren humanitäre Hilfe für die Tschadsee-Region. Ernährungsunsicherheit, Unterentwicklung und bewaffnete Auseinandersetzungen bringen Millionen Menschen dort immer wieder in Not.

Millionen Menschen sind im Nordosten Nigerias, in Kamerun, Niger und im Tschad von Ernährungsunsicherheit, Unterentwicklung und bewaffneten Auseinandersetzungen betroffen. Die Bundesregierung leistet humanitäre Hilfe für betroffene Menschen in der Region – allein im Jahr 2017 über 85 Millionen Euro.

Flucht vor dem Terror

Das Auswärtige Amt hat seine Mittel für humanitäre Hilfe in den letzten Jahren vervielfacht.
Das Auswärtige Amt hat seine Mittel für humanitäre Hilfe in den letzten Jahren vervielfacht.© HELP

Millionen Menschen sind durch die Übergriffe der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram in Nordost-Nigeria und den angrenzenden Staaten betroffen. 20.000 bis 30.000 Menschen sind der Gewalt der Gruppierung seit 2009 zum Opfer gefallen. Mehr als 2,6 Million Nigerianer wurden innerhalb des Landes vertrieben. Die Nachbarländer Nigerias haben bereits über 750.000 Flüchtlinge und Rückkehrer aus Nordnigeria aufgenommen und in den Grenzregionen Notstandsgebiete ausgerufen. Insgesamt benötigen mehr als 14 Millionen Menschen in der Region dringend humanitäre Hilfe.

Der größte humanitäre Bedarf besteht in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung, Neuaufbau von Existenzgrundlagen sowie der Bereitstellung von Unterkünften. Hier liegen die Schwerpunkte der humanitären Hilfe des Auswärtigen Amts, die allein 2017 über 85 Millionen Euro betrug. Die Arbeit der Hilfsorganisationen gestaltet sich jedoch auf Grund der Sicherheitslage als schwierig, da immer wieder Angriffe auf humanitäre Helfer verübt werden und manche Gebiete gar nicht erreicht werden können. Bei der Tschadseekonferenz hat das Auswärtige Amt alleine für den Bereich der humanitären Hilfe 100 Mio. Euro für 2018-2020 zugesagt.

Hilfsgelder vervielfacht

Humanitäres Engagement in den Krisenregionen Afrikas ermöglicht Überleben in Würde und Sicherheit.
Humanitäres Engagement in den Krisenregionen Afrikas ermöglicht Überleben in Würde und Sicherheit.© Plan International Deutschland

Das Auswärtige Amt hat seine Mittel für humanitäre Hilfe in den letzten Jahren vervielfacht und dabei auch die finanzielle Unterstützung für Afrika erhöht. Allein 2017 konnte das Auswärtige Amt den Umfang der Hilfsmaßnahmen auf rund 427 Millionen Euro für Hilfsprojekte in Afrika erhöhen. Zur Bewältigung humanitärer Krisen weltweit stellte das Auswärtige Amt 2017 mehr als 1,7 Milliarden Euro zur Verfügung.

Das Auswärtige Amt setzt auch 2018 sein humanitäres Engagement in den Krisenregionen Afrikas fort, um Menschen ein Überleben in Würde und Sicherheit zu ermöglichen. Als Gastgeber der Hochrangigen Internationalen Konferenz zur Lage in der Tschadseeregion in Berlin am 03. und 04.09.2018 hat Deutschland einen Beitrag zur Bewältigung der Krise in der Tschadseeregion geleistet und dazu beigetragen, Bemühungen im Bereich der humanitären Hilfe, der Stabilisierung und Krisenprävention sowie der Entwicklungszusammenarbeit besser miteinander zu verzahnen.

Zum Weiterlesen:

Tschadsee-Konferenz in Berlin mit 2,17 Milliarden US-Dollar Hilfszusagen

Pressemitteilung, 31.08.2018: Tschadsee-Konferenz im Auswärtigen Amt

http://www.lakechadberlin.org/

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