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Welternährungstag 2016: Auswärtiges Amt unterstützt weltweiten Kampf gegen Hunger

14.10.2016 - Artikel

Am 16. Oktober ist Welternährungstag. Deutschland gehört international zu den größten Gebern im Kampf gegen Hunger.

Seit 1979 begehen die Vereinten Nationen am 16. Oktober den Welternährungstag – und erinnern damit vor allem an die Menschen, die Hunger leiden müssen. Im Rahmen der durch das Auswärtige Amt koordinierten Humanitären Hilfe setzt sich die Bundesregierung für diese Menschen ein.

Die Welthungerhilfe ist auch in Indien aktiv. Hier: Projektkoordinatorin Babita Sinha
Die Welthungerhilfe ist auch in Indien aktiv. Hier: Projektkoordinatorin Babita Sinha© Welthungerhilfe

Der in dieser Woche veröffentlichte Welthungerindex 2016 macht deutlich, dass die internationale Gemeinschaft große Fortschritte bei der Bekämpfung des Hungers gemacht hat. Es ist aber noch viel zu tun. So ist die Zahl der Menschen in Entwicklungsländern, die unter Hunger leiden, seit 2000 um knapp 30% zurückgegangen. Aber noch immer sind weltweit 795 Millionen Menschen unterernährt. Jedes vierte Kind unter fünf Jahren ist aufgrund von Mangel- und Fehlernährung von Wachstumsverzögerungen betroffen, während 8% aller Kinder unter Auszehrung leiden. Es wird davon ausgegangen dass Unterernährung die Ursache beinahe der Hälfte aller Todesfälle von Kindern weltweit ist. In 50 Ländern – vor allem in Subsahara-Afrika und Südasien – ist die Ernährungssituation „ernst“ oder „sehr ernst“.

Ernährungshilfe – mehr als nur Verteilung von Nahrungsmitteln

Reisfeld in Ruanda
Reisfeld in Ruanda© Welternährungshilfe

Ernährungshilfe ist ein zentraler Bestandteil der Humanitären Hilfe. Sie soll in erster Linie Krankheits- und Todesfälle durch Unter- und Mangelernährung in Krisensituationen vermeiden helfen und dazu beitragen, die Lebensgrundlagen betroffener Menschen zu schützen und wiederherzustellen. Sie ist dabei eng mit anderen Aspekten der Hilfe – z.B. Gesundheitsversorgung – verbunden. Dabei kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Qualität der Hilfsgüter an. Mangel- und Fehlernährung durch unzureichende Versorgung in Krisenzeiten mit Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen führt bei den Betroffenen, insbesondere bei besonders geschwächten Gruppen wie Kindern und Kranken, zu kurz- und langfristigen Schäden.

Humanitäre Ernährungshilfe wird insbesondere im Zusammenhang mit den Folgen von plötzlichen Naturkatastrophen und Konflikten geleistet. So unterstützt das Auswärtige Amt aktuell mit 1,6 Millionen Euro Hilfsmaßnahmen, u.a. Nahrungsmittelversorgung für die Opfer des Hurrikans „Matthew“ in Haiti. Doch auch in langanhaltenden komplexen Krisen wie im Jemen oder Kongo – die teilweise „vergessene Krisen“ sind – ist Ernährungssicherung essentieller Bestandteil humanitärer Hilfe.

Humanitäre Hilfe im Kampf gegen den Hunger

Zur Bewältigung humanitärer Krisen weltweit setzt das Auswärtige Amt 2016 mehr als 1,1 Milliarden Euro ein. Ein großer Teil der geförderten Projekte umfasst Maßnahmen der Ernährungssicherung. In vielen von Hunger betroffenen Ländern unterstützt das Auswärtige Amt humanitäre Hilfsprojekte der UN-Organisationen, der Organisationen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und vieler Nichtregierungsorganisationen – um den Hunger der betroffenen Menschen zu bekämpfen. Dabei gilt es internationale Standards zu beachten und die lokalen Verhältnisse zu berücksichtigen.

Zu den wichtigsten Partnern Deutschlands bei der Umsetzung humanitärer Hilfsmaßnahmen vor allem in Syrien und den Nachbarländern gehört das Welternährungsprogramm (WEP). Insgesamt finanziert Deutschland die WEP-Programme in Syrien und den Nachbarländern in diesem Jahr mit der Rekordsumme von 570 Millionen Euro. Durch diese Unterstützung können Monat für Monat vier Millionen Menschen in Syrien und fast zwei Millionen Menschen in den Nachbarländern Syriens mit Essen versorgt werden.

Zum Weiterlesen

Deutsche Humanitäre Hilfe

Welthungerindex der Welthungerhilfe

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