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Hilfslieferungen erreichen belagerte Städte in Syrien

28.09.2016 - Artikel

Mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung konnten durch das Welternährungsprogramm bis zu 60.000 Menschen versorgt werden.

Seit April waren die syrischen Städte Madaya und Sabadani nahe Damaskus sowie Fua und Kefraja in der Provinz Idlib von humanitärer Hilfe abgeschnitten. Nun konnte das Welternährungsprogramm (WEP) im Rahmen eines gemeinsamen Konvois der Vereinten Nationen und des Syrischen Roten Halbmonds zum ersten Mal wieder Nahrungsmittel und Hilfsgüter in die Städte liefern. Mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung konnten so bis zu 60.000 Menschen versorgt werden.

Entladung des Hilfskonvois in Madaya
Entladung des Hilfskonvois in Madaya© WFP

Spezialnahrung für unterernährte Kinder

45 Laster brachten die dringend benötigten Hilfsgüter in die Städte. Mit Hilfe lokaler Partner konnte das WEP Notrationen aus Reis, Linsen, Weizenmehl, Bulgur, Öl und Zucker verteilen – genug, um die Menschen vor Ort einen ganzen Monat lang zu ernähren. Für die in besonderem Maße unter der Mangelernährung leidenden Kleinkinder in Madaya und Sabadini konnte zudem mit wichtigen Nährstoffen angereicherte Spezialnahrung ausgegeben werden.

Erst in der vergangenen Woche erreichte ein WEP-Hilfskonvoi zum ersten Mal seit Juli das belagerte Muadamija bei Damaskus. Dort erhielten 35.000 Menschen auf diesem Weg Nahrungsmittel und weitere Hilfsgüter. Ein weiterer gemeinsamer Konvoi brachte Nahrungsmittel für 70.000 Menschen nach Al Wa’er in Homs. Auch 84.000 Menschen in Talbiseh erhielten in einem dritten Konvoi Weizenmehl und weitere Nahrungsmittel für einen Monat.

Deutsche Unterstützung höher denn je

Das WEP gehört zu den wichtigsten Partnern Deutschlands bei der Umsetzung humanitärer Hilfsmaßnahmen und ermöglicht immer wieder auch kurzfristige Hilfslieferungen in die Krisengebiete der Region. Insgesamt finanziert Deutschland die WEP-Programme in Syrien und den Nachbarländern in diesem Jahr mit der Rekordsumme von 570 Millionen Euro. Durch diese Unterstützung können Monat für Monat vier Millionen Menschen in Syrien und fast zwei Millionen Menschen in den Nachbarländern Syriens mit Essen versorgt werden.

Helfer und Ärzte unter Beschuss

Viele Gebiete Syriens sind durch die anhaltenden Kämpfe zwischen den verschiedenen Konfliktparteien nur schwer für humanitäre Helfer zu erreichen; zugleich kommt es immer wieder zu Angriffen auf Helfer und Ärzte. Der humanitäre Bedarf wächst durch die laufenden Kampfhandlungen weiter an. Deutschland setzt sich mit Nachdruck für einen uneingeschränkten und gefahrlosen Zugang in Krisengebiete für die Hilfsorganisationen ein.

Zum Weiterlesen

Deutsche humanitäre Hilfe

Syrien-Gespräche in New York

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