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Deutsche Hilfe erreicht belagerte Städte in Syrien

04.07.2016 - Artikel

Deutschland als einer der wichtigsten Geber hat mitterweile in Syrien Hilfsmaßnahmen im Wert von über zwei Milliarden Euro finanziert.

Hilfskonvois haben nun auch Arbin und Zelalka erreicht, die letzten noch fehlende Städte, die derzeit in Syrien belagert werden. Deutschland als einer der wichtigsten Geber hat mitterweile in Syrien Hilfsmaßnahmen im Wert von über zwei Milliarden Euro finanziert. Außenminister Steinmeier nannte den verbesserten humanitären Zugang "ein greifbares Hoffnungszeichen". Allerdings bleibt die Versorgungslage unzureichend. Darum dürfe man jetzt nicht nachlassen, auf die Fortsetzung der Friedensgespräche in Genf hinzuarbeiten, so Steinmeier.

Das Welternährungsprogramm versorgt Menschen in Syrien mit Nahrungsmitteln.
Das Welternährungsprogramm versorgt Menschen in Syrien mit Nahrungsmitteln.© WFP

Wir lassen Syrien nicht im Stich

Seit 2011 wütet der grausame Bürgerkrieg in Syrien. Rund 600.000 Menschen sind derzeit in 18 belagerten Gebieten eingeschlossen und dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Daher war es so wichtig, dass sich die Internationale Kontaktgruppe für Syrien (ISSG) bei ihrem Treffen in München im Feburar 2016 auf Maßnahmen für den besseren humanitären Zugang verständigen konnte. "Wir haben in München großen Druck ausgeübt und hart dafür gekämpft, dass humanitärer Zugang für die internationalen Hilfsorganisationen möglich wird. Nach vier Monaten sehen wir, dass sich unser Einsatz gelohnt hat", kommentierte Außenminister Steinmeier dieses Ergebnis gegenüber der Süddeutschen Zeitung. "Die internationale Gemeinschaft hat die Menschen in Syrien nicht vergessen und lässt sie nicht im Stich."

Essen für vier Millionen Menschen

Rund 300.000 Menschen in der belagerten Gebieten konnten 2016 durch die Vereinten Nationen und ihre Partner mindestens einmal mit humanitärer Hilfe versorgt werden. Deutsche Hilfe findet ihren Weg nach Syrien beispielsweise über das Welternährungsprogramm. Mit 570 Millionen Euro Beitrag ist Deutschland derzeit der größte Geber dieser Organisation. Davon fließen allein 200 Millionen Euro in Hilfsprogramme für Syrien. Durch diese Unterstützung können Monat für Monat in Syrien vier Millionen Menschen mit Essen versorgt werden.

Druck für die Fortsetzung der Friedensgespräche

Das Welternährungsprogramm bedankt sich für den deutschen Beitrag
Das Welternährungsprogramm bedankt sich für den deutschen Beitrag© WFP

Das ist ein Fortschritt, aber trotz allem bleibt der Zugang unzureichend. "Die bisher genehmigten Konvois decken gerade einmal die Hälfte des Bedarfs. Lebenswichtige Medikamente wurden entfernt, Genehmigungen werden nach wie vor willkürlich verzögert", kritisierte Steinmeier. Außerdem wächst der humanitäre Bedarf durch die laufenden Kampfhandlungen weiter. Daher forderte Außenminister Steinmeier, "dass wir mit den Partnern jetzt den Druck aufrechterhalten, um noch mehr hinzubekommen und so auch die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Friedensgespräche in Genf zu verbessern."

Zum Weiterlesen

Treffen der ISSG in München (Februar 2016)

Treffen der ISSG in Wien (Mai 2016)

Deutsche Humanitäre Hilfe

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