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"Basta Ya!" – die Vergessene Krise in Kolumbien im Fokus humanitärer Hilfe

10.06.2016 - Artikel
Annett Günther im Gespräch mit dem Menschenrechtsaktivisten Erik Arellana Bautista.
Annett Günther im Gespräch mit dem Menschenrechtsaktivisten Erik Arellana Bautista.© AA

Weitgehend unbeachtet von Medien und Öffentlichkeit in Deutschland wird der seit Jahrzehnten schwelende Bürgerkrieg in Kolumbien mitunter als am längsten anhaltender Krieg der Welt bezeichnet. Zwar stehen die Zeichen in jüngster Zeit auf Entspannung – Friedensverhandlungen zwischen den Konfliktparteien konnten erhebliche Fortschritte machen –, doch noch immer kämpfen Millionen von Kolumbianern als Binnenflüchtlinge mit den Folgen des Konflikts. Deutsche Hilfsorganisationen leisten mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes einen wichtigen Beitrag um den Bedürftigen ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Am 07.06. wurde in Freiburg eine Ausstellung zum Konflikt in Kolumbien eröffnet. Im Fokus stehen Projekte der Caritas international und der Diakonie Katastrophenhilfe, die mit Mitteln des Auswärtigen Amts in Kolumbien umgesetzt werden. Die Ausstellung verdeutlicht, welche individuellen Schicksale mit dem Konflikt verknüpft sind und welchen Unterschied gezielte und vorausschauende humanitäre Hilfe ausmachen kann.

Podium (v.l.): Erik Arellana Bautista, Annett Günther (AA), Msgr. Hector Fabio Henao Gaviria (Caritas Kolumbien), Gisela Steinhauer (Moderatorin), Raúl Sotelo Díaz (Corporación Manigua), Oliver Neuroth (SWR)
Podium (v.l.): Erik Arellana Bautista, Annett Günther (AA), Msgr. Hector Fabio Henao Gaviria (Caritas Kolumbien), Gisela Steinhauer (Moderatorin), Raúl Sotelo Díaz (Corporación Manigua), Oliver Neuroth (SWR)© AA

Politische Prozesse zur Beilegung des Konflikts unterstützen

Annett Günther, Beauftragte für Humanitäre Hilfe, Krisenprävention und Friedenskonsolidierung im Auswärtigen Amt, wies in einer Diskussionsrunde darauf hin, dass Deutschland seit langem humanitäre Hilfsprojekte in Kolumbien unterstützt. Dabei setzt es sich besonders für Binnenvertriebene und die unmittelbar vom Konflikt betroffene Bevölkerung ein. Gleichzeitig sei es aber in Kolumbien wie in anderen Krisengebieten wichtig, die politischen Prozesse zur Beilegung der Konflikte zu unterstützen, um das Leid der Menschen zu beenden. Betroffene wie die ehemalige Kindersoldatin Juanita und lokale Partner wie Vertreter der NGO Corporacíon Manigua berichteten von der Lage in Kolumbien – und der Hoffnung auf einen baldigen Friedensschluss.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Juni im Sparkassen-Finanzzentrum in Freiburg zu sehen und wird danach in weiteren Orten gezeigt werden.

Weitere Informationen zu den Projekten in Kolumbien finden Sie hier:

Caritas international

Diakonie Katastrophenhilfe

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