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Humanitäre Hilfe: Steinmeier empfängt Präsidenten des IKRK

26.05.2016 - Artikel

Außenminister Steinmeier empfing am Mittwoch (25.05) Peter Maurer, den Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, zu einem Gespräch über aktuelle Fragen der Humanitären Hilfe.

Außenminister Steinmeier empfing am Mittwoch (25.05.) Peter Maurer, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), im Auswärtigen Amt. Angesichts der zahlreichen humanitären Krisen weltweit ging es bei dem Treffen um die weitere Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Auswärtigem Amt und IKRK. Bereits auf dem Humanitären Weltgipfel in Istanbul am vergangenen Montag hatten Steinmeier und Maurer die Notwendigkeit betont, das humanitäre Völkerrecht strikt einzuhalten, um die Versorgung hilfsbedürftiger Menschen zu sichern.

Krisen und Konflikte: Bedarf an humanitärer Hilfe ist gestiegen

Steinmeier und Maurer: Enge Zusammenarbeit in der humanitären Hilfe
Steinmeier und Maurer: Enge Zusammenarbeit in der humanitären Hilfe© Photothek/Florian Gärtner

In den letzten Jahren habe sich die Zahl der durch Krisen, Konflikte und Naturkatastrophen in Not geratenen Menschen vervielfacht, sagte Steinmeier zu Beginn des Treffens. So hätten beispielsweise die anhaltenden Krisen im Nahen und Mittleren Osten, insbesondere in Syrien, Libyen und Jemen, dazu geführt, dass immer mehr Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Deswegen habe sich auch die Zusammenarbeit zwischen dem Auswärtigen Amt und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz in der letzten Zeit bewährt und intensiviert.

Trotz der anhaltenden Krisen habe es kürzlich auch einige humanitäre Erfolge gegeben. So konnten zum Beispiel allein in Syrien mehr als 800.000 Menschen in eingekesselten Ortschaften per LKW oder Flugzeug mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Hilfsgütern versorgt werden. Dennoch müsse die Lage weiter verbessert werden, um mehr bedürftige Menschen zu erreichen. Insbesondere das permanente Ringen um den Zugang zu Menschen in Notsituationen bleibe ein drängendes Problem.

Humanitärer Weltgipfel: Humanitäres Völkerrecht muss eingehalten werden

Als Grundvoraussetzung für die Sicherung des humanitären Zugangs sieht Steinmeier die „Beachtung der Grundregeln des humanitären Völkerrechts.“ Das humanitäre Völkerrecht greift in Zeiten des bewaffneten Konflikts und enthält unter anderem Bestimmungen zum Schutz von Personen, die nicht oder nicht mehr an den Kampfhandlungen teilnehmen. In der jüngeren Vergangenheit hatte es immer wieder Verletzungen dieses Rechts gegeben, zum Beispiel durch die Verwehrung des Zugangs zu Konfliktregionen für humanitäre Hilfsorganisationen oder gezielte Anschläge auf medizinische Einrichtungen in Krisengebieten.

Humanitärer Weltgipfel: 140 Staaten bekannten sich zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts.
Humanitärer Weltgipfel: 140 Staaten bekannten sich zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts.© Photothek/Thomas Koehler

Auf dem Humanitären Weltgipfel, der am vergangenen Montag in Istanbul stattfand, sprachen sich deswegen sowohl Außenminister Steinmeier als auch IKRK-Präsident Maurer dafür aus, die Regeln des humanitären Völkerrechts strikt einzuhalten, um Menschen in Notsituationen versorgen zu können. Die 140 Staaten, die am Weltgipfel teilnahmen, hätten sich auf die Einhaltung dieser Regeln verpflichtet, so der Minister.

Zusammenarbeit ausbauen

Zum Schluss des Treffens betonte Steinmeier, dass das IKRK im Bereich der humanitären Hilfe ein wichtiger Partner für das Auswärtige Amt geworden sei. Diese enge Zusammenarbeit solle in Zukunft ausgebaut werden, zum Beispiel in Hinblick auf die Konflikte in Syrien, Libyen und Jemen.

Zum Weiterlesen

Erster Humanitärer Weltgipfel in Istanbul

Grundlagen der humanitären Hilfe

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