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Internationaler Rahmen zur Reduzierung von Katastrophenrisiken verabschiedet

23.03.2015 - Artikel

Auf der Dritten UN-Weltkonferenz zur Reduzierung von Katastrophenrisiken in Japan wurde das "Sendai Framework" verabschiedet.

Vom 14.-18. März fand im japanischen Sendai die Dritte Weltkonferenz der Vereinten Nationen zur Reduzierung von Katastrophenrisiken statt. Zum Abschluss der Konferenz wurde das "Sendai Framework zur Reduzierung von Katastrophenrisiken" verabschiedet, das Instrumente für vorausschauendes Risikomanagement bietet und die Auswirkungen von Naturkatastrophen begrenzen soll.

Zerstörte Häuser in Vanuatu nach dem Zyklon Pam
Zerstörte Häuser in Vanuatu nach dem Zyklon "Pam"© dpa/picture alliance

Das "Sendai Rahmenwerk zur Reduzierung von Katastrophenrisiken (2015-2013)" schafft eine zentrale Handlungsgrundlage für Staaten und Zivilgesellschaften weltweit, um durch Naturkatastrophen hervorgerufene Risiken zu reduzieren, die Entstehung neuer Risiken zu vermeiden und die Widerstandsfähigkeit von Bevölkerungen und Institutionen gegenüber Katastrophen zu stärken.

Instrument für vorausschauendes Risikomanagement

Während der zuvor gültige Rahmen ("Hyogo Framework for Action") sich hauptsächlich auf die Reduzierung von Katastrophen konzentriert hatte, geht das neue Rahmenwerk nun einen Schritt weiter und gibt allen Staaten und der Zivilgesellschaft ein Instrument für vorrausschauendes Risikomanagement an die Hand. Konkret sind mit der Annahme des aktionsorientierten und auf sieben Ziele orientierten Rahmens nun die Voraussetzungen gegeben, um die Auswirkungen von Katastrophen bis zum Jahr 2030 deutlich zu begrenzen.

Die deutsche Delegation in Sendai
Die deutsche Delegation in Sendai© AA

Die Delegation der Bundesregierung wurde vom Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Christoph Strässer, sowie dem Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn, geleitet. Ihr gehörten Vertreter aus dem Auswärtigen Amt, dem Innenministerium (BMI), dem Entwicklungsministerium (BMZ), dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, dem Deutschen Komitee für Katastrophenvorsorge (DKKV) sowie weitere Fachexperten an.

Die Konferenz in Sendai gilt als Auftakt zu einer Reihe globaler Weichenstellungen für die Klima- und Entwicklungspolitik in diesem Jahr, darunter auch der Weltklimagipfel in Paris.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Sendai Rahmenwerk und zu den darin enthaltenen sieben Zielen finden Sie hier.

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