Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Irak: Böhmer lobt Engagement der Hilfsorganisationen

16.01.2015 - Artikel

Staatsministerin Böhmer beriet am 15.01. mit Vertreterinnen und Vertretern von Vereinten Nationen, Deutschem Roten Kreuz und Nichtregierungsorganisationen über die Lage der Menschen in Irak.

Staatsministerin Böhmer beim Treffen mit den Hilfsorganisationen
Staatsministerin Böhmer beim Treffen mit den Hilfsorganisationen© AA

Staatsministerin Maria Böhmer ist am 15.01. im Auswärtigen Amt mit Vertreterinnen und Vertretern der Vereinten Nationen (UNO), des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und von Nichtregierungsorganisationen zusammengekommen. Sie berieten über die Lage der Menschen in Irak und notwendige Hilfsmaßnahmen im Jahr 2015.

Staatsministerin Böhmer zeigte sich beeindruckt von dem großen Einsatz der humanitären Hilfsorganisationen für die Menschen in Irak und sprach sich für eine Fortsetzung der Arbeit aus, damit die Menschen den Winter überstünden. Ein Ende des Winters bedeute allerdings kein Ende der humanitären Anstrengungen: Die Staatsministerin sicherte zu, dass die Bundesregierung auch in diesem Jahr die humanitäre Hilfe für die Vertriebenen im Irak fortsetzen werde.

„Gemeinsam mit den humanitären Organisationen der Vereinten Nationen, Nichtregierungsorganisationen und der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung werden wir den Menschen im Irak weiter helfen“, so Böhmer. Die Staatsministerin unterstrich, dass Deutschland im Jahr 2014 mit Hilfsmaßnahmen für Irak in Höhe von über 100 Millionen Euro drittgrößter Geber gewesen sei.

Aufruf zu privaten Spenden

Flüchtlinge in Erbil, Nordirak
Flüchtlinge in Erbil, Nordirak© Photothek/Imo

„Der Bedarf ist aber weiterhin immens und die Hilfsorganisationen sind auch auf private Spenden angewiesen“, so Böhmer. Die Deutschen hätten immer wieder ihre große Hilfsbereitschaft unter Beweis gestellt. Böhmer rief die deutsche Bevölkerung dazu auf, die humanitären Hilfsorganisationen bei Ihrer Arbeit im Irak weiterhin durch Spenden zu unterstützen.

Nach Angaben der Hilfsorganisationen zählt zu den größten Herausforderungen ihrer Arbeit die schwierige Sicherheitslage in Nord-Irak. In einigen Regionen seien Flüchtlinge daher nur schwer zu erreichen. Angesichts dieser Sorge betonte Böhmer, die Bundesregierung setze auf militärische, aber auch und vor allem auf humanitäre Hilfeleistungen. Die humanitäre Lage müsse im Fokus aller Bemühungen stehen, so die Staatsministerin.

Hoher humanitärer Bedarf

Die Vertreterinnen und Vertreter der Hilfsorganisationen schilderten, dass die humanitäre Hilfe dazu beigetragen habe, die Auswirkungen des Winters abzumildern. Der humanitäre Bedarf der Menschen sei jedoch nach wie vor sehr hoch. Dies gelte insbesondere für die Flüchtlinge außerhalb der Region Kurdistan-Irak, wo der Zugang aufgrund anhaltender Kämpfe auch für Hilfsorganisationen erschwert ist. Das humanitäre Engagement der Bundesregierung leiste einen wichtigen Beitrag dazu, die Not der vertriebenen Menschen zu lindern.

An die Zeit nach dem Winter denken

Vertreter der Hilfsorganisationen im Gespräch
Vertreter der Hilfsorganisationen im Gespräch© AA

In der Region Kurdistan-Irak, in der rund 1 Million Binnenvertriebene und syrische Flüchtlinge untergekommen sind, konzentrieren sich die Hilfsorganisationen derzeit auf die Unterstützung der Menschen sowohl innerhalb von Flüchtlingslagern als auch außerhalb in aufnehmenden Familien, deren Hilfsbereitschaft überwältigend ist.

Die Hilfsorganisationen unterstützen dabei die bedürftigen Menschen unter anderem mit Zelten, Decken oder Heizöfen. „Gegenwärtig steht die Winterhilfe für die Menschen in Irak im Vordergrund. Wir müssen aber schon jetzt weiter denken. Wichtig ist der Aufbau von Strukturen, die mittelfristig angelegt sind“, so Staatsministerin Böhmer. „Frauen und junge Mädchen, Kinder und Jugendliche, Kranke und Alte, traumatisierte Menschen, sie alle haben unterschiedliche Bedürfnisse, denen wir über unsere humanitäre Hilfe entsprechen müssen. Wir müssen den Flüchtlingen ebenso gesundheitliche Grundversorgung und Bildung ermöglichen.“

Verwandte Inhalte

Schlagworte

nach oben