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Konferenz zur Minenräumung im Auswärtigen Amt

15.01.2015 - Artikel

Am 14. Januar 2015 fand im Auswärtigen Amt das jährliche Treffen zu Fragen des humanitären Minen- und Kampfmittelräumens statt.

Am 14. Januar 2015 fand im Auswärtigen Amt ein jährlich stattfindendes Dialog- und Planungstreffen zu Fragen des humanitären Minen- und Kampfmittelräumens statt. Vertreter nationaler und internationaler Partnerorganisationen nahmen an dem Treffen teil. Deutschland ist im Bereich des humanitären Minen- und Kampfmittelräumens einer der größten Geber und stellt jährlich bis zu 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Gruppenbild der Konferenzteilnehmer
Gruppenbild der Konferenzteilnehmer© AA

Landminen und explosive Kriegsmittelrückstände stellen nach bewaffneten Konflikten häufig ein humanitäres Problem dar: Die meisten betroffenen Staaten verfügen nicht über die notwendigen finanziellen Mittel, um die Minen eigenständig räumen und entschärfen zu können. Im Rahmen der humanitären Minen- und Kampfmittelräumung unterstützt die internationale Gemeinschaft die Staaten dabei, die unmittelbaren Gefahren für Leib und Leben der betroffenen Bevölkerung abzuwenden.

Im Fokus: Maßnahmen zur Opferfürsorge

An dem jährlichen Planungstreffen im Auswärtigen Amt nahmen unter anderem der United Nations Mine Action Service (UNMAS), das Internationale Kommittee des Roten Kreuzes (IKRK) sowie Nichtregierungsorganisationen wie das Genfer Zentrum für Humanitäres Minenräumen (GICHD) und die International Campaign to Ban Landmines teil.

Nach der Eröffnung durch die Leiterin der Abteilung für Vereinte Nationen und Globale Fragen, Patricia Flor, wurden strategische Ziele und Länderschwerpunkte des Auswärtigen Amtes im Bereich des Humanitären Minen- und Kampfmittelräumens vorgestellt. Hier wird eine enge Verzahnung mit Maßnahmen der humanitären Hilfe angestrebt: Das Lebensumfeld der Bevölkerung wird durch verminte Gebiete massiv eingeschränkt; auch humanitäre Helfer können nur in minenfreien Gebieten tätig werden. Um das Leid der betroffenen Bevölkerung zu lindern, sollen künftig Maßnahmen der Opferfürsorge und Rehabilitation stärker berücksichtigt werden.

Neben einer Präsentation zur Arbeit der International Campaign to Ban Lindmines, die durch ihre Lobbyarbeit zur Ächtung von Landminen und Streumunition beiträgt, berichtete UNMAS über sein weltweites Engagement im Bereich des Minenräumens und seine strategischen Ziele und Prioritäten. Gespräche am Rande des Treffens trugen dazu bei, die thematischen Diskussionen in konkrete Maßnahmen umzusetzen.

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