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Humanitäre Hilfe für syrische Flüchtlinge in Libanon

25.07.2014 - Artikel

Christoph Strässer, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, machte sich bei seiner Reise nach Libanon ein Bild von der schwierigen Lage der syrischen Flüchtlinge vor Ort.

Christoph Strässer, der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, ist vom 17.-19. Juli nach Libanon gereist. Hier machte er sich ein Bild von der schwierigen Lage der syrischen Flüchtlinge und der Unterstützung durch die deutsche humanitäre Hilfe vor Ort.

Strässer im Gespräch mit Außenminister Bassil
Strässer im Gespräch mit Außenminister Bassil© AA

Zu Beginn seines Aufenthalts in Beirut kam Strässer zunächst zu politischen Gesprächen mit Außenminister Gebran Bassil und Innenminister Nouhad Mashnouq zusammen. Im Fokus der Gespräche stand die zunehmend schwierige Situation Libanons als Nachbarland Syriens und als eines der Hauptaufnahmeländer für syrische Flüchtlinge. Beide Gesprächspartner betonten die innenpolitischen Herausforderungen, die durch die Flüchtlingsströme entstanden sind, und dankten für das deutsche Engagement bei der Aufnahme syrischer Flüchtlinge.

Schulunterricht für Flüchtlingskinder

Im Anschluss besuchte der Beauftragte für Menschenrechte und humanitäre Hilfe die Registrierungsstelle für Flüchtlinge des United Nations High Commissioner für Refugees in Beirut. Im Schnitt werden täglich rund 2.000 Flüchtlinge in Libanon registriert. Ergänzend besichtigte Strässer einige mit deutschen Hilfsgeldern finanzierte Projekte für syrische Flüchtlinge. Im Anschluss sagte Strässer:

Angesichts des großen Leids, das die Flüchtlinge aus Syrien durchleben, kann man die Arbeit der Hilfsorganisationen gar nicht genug würdigen. Mit größtem Engagement und teilweise unter hohem persönlichem Risiko leisten deren Mitarbeiter wertvolle Arbeit, um möglichst vielen Menschen zu helfen.

Schulunterricht für syrische Flüchtlingskinder
Schulunterricht für syrische Flüchtlingskinder© AA

In Antelias bei Beirut hatte der Menschenrechtsbeauftragte außerdem Gelegenheit, am Schulunterricht für Flüchtlingskinder teilzuhaben, der von den Lehrkräften in den Sommerferien ergänzend angeboten wird. Strässer bekräftigte nach dem Besuch, er habe die Freude der Kinder gespürt, "nach teilweise monatelanger Flucht endlich wieder ein bisschen Normalität zu haben. Mein großer Respekt gilt den dort arbeitenden Lehrerinnen und Lehrern!"

 

Humanitäres Engagement verstärken

Mit deutschen Hilfsgeldern finanzierte Nahrungsmittelausgabe im Flüchtlingslager
Mit deutschen Hilfsgeldern finanzierte Nahrungsmittelausgabe im Flüchtlingslager© Caritas Lebanon Migrant Center/CLMC 2014

Der Menschenrechtsbeauftragte begrüßte, dass die deutschen Hilfsgelder in so diversen Projekten wie Sozialzentren, Krankenstationen und Schulen zum Einsatz kommen.

Das Engagement für die syrischen Flüchtlinge in Libanon müsse weiter aufrecht erhalten und noch verstärkt werden, um Libanon angesichts der ungeheuren Belastungen zu unterstützen und die Stabilität des Landes zu gewährleisten. Strässer fügte hinzu:

Ich fürchte, das Problem der syrischen Flüchtlinge wird uns noch über viele Jahre beschäftigen, auch nach einem hoffentlich baldigen Ende des Konflikts. Wir müssen uns daher auch fragen, wie wir die Nachbarländer Syriens auch mittelfristig darin unterstützen, den damit verbundenen Herausforderungen zu begegnen.

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