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Deutschland erhöht Hilfe für Flutopfer in Südosteuropa

21.05.2014 - Artikel

Südosteuropa leidet unter den schlimmsten Hochwassern seit 120 Jahren. Deutschland stellt rund sieben Millionen Euro für die Fluthilfe zur Verfügung.

Die dramatische Überschwemmungskatastrophe in Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien hat mehr als 40 Menschenleben gefordert. Mehrere hunderttausend Menschen mussten evakuiert werden. Zehntausende haben ihre Häuser und Wohnungen verloren. Angesichts der unverändert schwierigen Lage hat Außenminister Steinmeier am Montag (26.05.) entschieden, die deutsche Hilfe für die Opfer der Überschwemmungen in Südosteuropa auf insgesamt rund sieben Million Euro aufzustocken.

Die Situation für die Menschen in Serbien und Bosnien-Herzegowina sowie in den weiteren von der Überschwemmungskatastrophe betroffenen Gebieten ist unverändert dramatisch. Nur langsam entspannt sich die Lage: Save, Drina, Donau und andere Flüsse in der Region führen so viel Wasser wie nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Hilfe für die Flutopfer auf sieben Millionen Euro erhöht

LKW des Technischen Hilfswerks auf dem Weg in das Flutgebiet
Hilfe für die Flutopfer: Das THW auf dem Weg zum Einsatzort© THW

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte der betroffenen Region bereits am Samstag (17.05.) kurz nach Beginn der Flutkatastrophe erste Hilfe zugesagt: "Deutschland hat (…) Unterstützung angeboten. Experten des Technischen Hilfswerks (THW) sind bereits in Serbien eingetroffen. Weitere Hilfsmaßnahmen werden koordiniert."

Zunächst hatte das Auswärtige Amt eine Million Euro für erste Soforthilfemaßnahmen zur Verfügung gestellt. Die Mittel gingen an das Technische Hilfswerk sowie andere Hilfsorganisationen, die vor Ort in den Flutgebieten schnelle Hilfe leisten.

Bei seinem Besuch in Bosnien und Herzegowina (26./27.05) hat Außenminister Steinmeier dem Land dann weitere fünf Millionen Euro an Wiederaufbauhilfen zugesagt. Das Geld soll vor allem Privatleuten und kleineren Unternehmen beim Wiederaufbau zerstörter Wohnhäuser und Betriebe helfen.

Zudem stellt die Bundesregierung eine weitere Million Euro für die Beseitigung von Minen und gefährlicher Munition aus der Zeit des Bosnien-Kriegs zur Verfügung, die während der Hochwasser freigeschwemmt wurden. Diese Hilfe knüpft an das bestehende Engagement des Auswärtigen Amts bei der humanitären Minenräumung in Bosnien und Herzegowina an.

Steinmeier: Hilfe ist gelebte europäische Solidarität

Pumparbeiten des THW nahe Kolubara
Deutsche Hilfe für die Flutopfer in Südosteuropa: das THW hilft vor Ort© THW/Georgia Pfleiderer

Tausende Einsatzkräfte und freiwillige Helfer haben in den letzten Wochen rund um die Uhr an einer Verbesserung des Hochwasserschutzes in der Region gearbeitet. An besonders gefährdeten Flussabschnitten haben sie die Deiche mit Sandsäcken verstärkt. Knapp 10 Tage nach dem Höhepunkt der Flutwelle haben nun die ersten Aufräum- und Wiederaufbaumaßnahmen begonnen.

Auch Experten des bundeseigenen Technischen Hilfswerks unterstützen den Kampf der Menschen gegen das Hochwasser. Bereits ganz zur Beginn der Flutkatastrophe konnten die THW-Helfer in der serbischen Region Kolubara eine erste Großpumpe in Betrieb nehmen. Damit sind bis zu 25.000 Liter Wasser pro Minute aus den überfluteten Gebieten in der Region abgepumpt worden.

Außenminister Steinmeier erklärte dazu am Montag (19.05.): "Es ist gut, dass das Technische Hilfswerk den von der schweren Flutkatastrophe betroffenen Menschen in Südosteuropa schnell und professionell wichtige Hilfe leistet. Das ist gelebte europäische Solidarität."

Bereits seit Montag (19.05.) ist ein weiteres THW-Hilfsteam in der von der Flut besonders betroffenen Stadt Orasje im Norden Bosnien und Herzegowinas aktiv, um die Bevölkerung dort im Kampf gegen die Wassermassen zu unterstützen. Ein weiteres THW-Team ist mittlerweile in der bosnischen Stadt Brcko im Einsatz.

Die deutschen Botschaften in der Region stehen in engem Kontakt mit den Behörden und koordinieren die deutsche Hilfe vor Ort.

Erfahren Sie mehr über den Einsatz des THW für die Flutopfer in Südosteuropa

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