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UN-Nothilfekoordinatorin zu Gast im Auswärtigen Amt

18.03.2014 - Artikel

Die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos sprach am 18.03. mit Staatsministerin Maria Böhmer und dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Christoph Strässer, über humanitäre Notlagen in Syrien, im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik.

Am 18.03. war die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos zu Besuch im Auswärtigen Amt. Hier traf sie Staatsministerin Maria Böhmer sowie den Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Christoph Strässer. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die humanitären Notlagen in Syrien und den Nachbarländern, im Südsudan sowie in der Zentralafrikanischen Republik.

Staatsministerin Böhmer mit UN-Nothilfekoordinatorin Amos
Staatsministerin Böhmer mit UN-Nothilfekoordinatorin Amos© AA

Die Konflikte in den oben genannten Regionen stellen große humanitäre Herausforderungen dar: Für insgesamt rund 19 Millionen hilfsbedürftige Menschen werden dieses Jahr schätzungsweise 6,2 Mrd Euro Hilfsgelder benötigt. Die Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen (UN) und Leiterin des Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs), Valerie Amos, dankte der Bundesregierung für ihre Nothilfe in Syrien, der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan. Deutschland hat 2014 bislang rund 37 Mio. Euro allgemeine Hilfsgelder bewilligt sowie zusätzlich 50 Mio. Euro für die Syrienkrise zugesagt.

Vorbereitungen für den Weltgipfel laufen

Ein weiteres Gesprächsthema war die Weiterentwicklung des internationalen Systems der humanitären Hilfe. Amos informierte Staatsministerin Böhmer und den Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Strässer, über den Stand der Vorbereitungen für den Humanitären Weltgipfel 2016 in Istanbul. Die Bundesregierung unterstützt die Vorbereitungen des Weltgipfels und wird im kommenden Jahr zu einer thematischen Vorbereitungskonferenz nach Berlin einladen.

Steigender Bedarf an humanitärer Hilfe

UN-Nothilfekoordinatorin Amos mit dem Menschenrechtsbeauftragten Strässer
UN-Nothilfekoordinatorin Amos mit dem Menschenrechtsbeauftragten Strässer© AA

Bei ihrem Besuch im Auswärtigen Amt sprach die Nothilfekoordinatorin auch über den ständig wachsenden Bedarf an humanitärer Hilfe. Die Zahl der Naturkatastrophen hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre verdoppelt; gewaltvolle Krisen und Konflikte haben den weltweiten humanitären Bedarf von 2006 bis 2014 auf rund 11 Mrd. Euro verdreifacht. In diesem Zusammenhang betonte Frau Amos die zentrale Rolle und Verantwortung von Deutschland als einem der wichtigsten humanitären Geber weltweit. Dieses Engagement ermögliche es, Betroffenen weiterhin schnelle und bedarfsgerechte Hilfe zukommen zu lassen.

Weitere Informationen:

Humanitäre Hilfe

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