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Bessere Vorbereitung auf den Notfall

Westerwelle im Gespräch mit Valerie Amos

Westerwelle im Gespräch mit Valerie Amos, © AA

11.06.2013 - Artikel

Wie kann die Vorbereitung auf Katastrophenfälle und humanitäre Notlagen verbessert werden? Dieser Frage geht eine Konferenz im Auswärtigen Amt nach.

Wie kann die Vorbereitung auf Katastrophenfälle und humanitäre Notlagen verbessert werden? Dieser Frage geht am 11. Juni eine Konferenz im Auswärtigen Amt nach. Mit dabei: mehr als 120 Vertreter aus 39 Staaten und 22 internationalen und nationalen Organisationen. Außenminister Guido Westerwelle eröffnete die „Conference on Preparedness“ gemeinsam mit Valerie Amos, der Nothilfekoordinatorin der Vereinten Nationen.

In seiner Ansprache verwies Westerwelle auf die wachsenden humanitären Herausforderungen weltweit: Die Zahl von Flüchtlingen sei auf einem Rekordhoch, neue gewalttätige Konflikte flackerten auf, und die Zahl von Naturkatastrophen habe sich über die vergangenen zwanzig Jahre verdoppelt. Diese wachsenden Herausforderungen hätten das internationale humanitäre System an sein Limit gebracht, so Westerwelle. Noch dazu seien in Zeiten von Schuldenkrise und Sparpolitik die finanziellen Mittel begrenzt.

Effektiver vorsorgen

Dementsprechend warb Westerwelle dafür, den Ansatz in der humanitären Hilfe zu verändern: „Wir müssen vom reaktiven Krisenmanagement hin zum aktiven Risikomanagement kommen.“ Mit Geld, dass man in die so genannte „Preparedness“ investiere, könne man langfristigere und effektivere Hilfe realisieren als mit Investitionen in reines Krisenmanagement. Die Weltbank geht eigenen Berechnungen zufolge davon aus, dass jeder in Vorsorge investierte Euro etwa das Vier- bis Siebenfache dessen spart, was - ohne Vorsorge - im Katastrophenfall investiert werden müsste.

Die Bundesregierung hat vor eineinhalb Jahren eine Initiative gestartet, um die bessere Umsetzung von Preparedness-Maßnahmen in der Praxis zu fördern. Zusammen mit Polen hat sie in Genf eine Reihe von Treffen und Seminaren zu dem Thema veranstaltet. Ergebnis ist die Zusammenstellung von „Prinzipien und Empfehlungen zur Preparedness“, die auf der Konferenz in Berlin vorgestellt werden. Ebenfalls sollen auf der Konferenz auch Beiträge zur Vorbereitung des Humanitären Weltgipfels 2015 und zur Weltkatastrophen-Vorsorge-Konferenz 2015 erarbeitet werden.

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