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Pakistan

Überschwemmung in Pakistan

Überschwemmung in Pakistan, © dpa/picture alliance

27.03.2015 - Artikel

In Pakistan bestehen drei humanitäre Hauptkrisen, zu deren Linderung die Bundesregierung humanitäre Hilfe leistet: schwere Überschwemmungen, die Situation der afghanischen Flüchtlinge sowie die Lage der pakistanischen Binnenvertriebenen in Konfliktgebieten im Nord-Westen

In Pakistan bestehen drei humanitäre Hauptkrisen, zu deren Linderung die Bundesregierung humanitäre Hilfe leistet: schwere Überschwemmungen, die Situation der afghanischen Flüchtlinge sowie die Lage der pakistanischen Binnenvertriebenen in Konfliktgebieten im Nordwesten. Im Jahr 2014 hat die Bundesregierung Hilfsgelder in Höhe von insgesamt 5,1 Millionen Euro bereitgestellt.

Überschwemmungen

Nach den verheerenden Überschwemmungen in den Jahren 2010 und 2013 kam es auch 2014 wieder zu Überflutungen in Pakistan, von denen bis zu 3,5 Millionen Menschen im Norden des Landes betroffen waren. Sauberes Trinkwasser steht nur etwa 10 Prozent der Betroffenen zur Verfügung - dementsprechend einfach verbreiten sich Krankheiten.

Die humanitäre Hilfe der Bundesregierung konzentriert sich daher darauf, die Grundbedürfnisse der betroffenen Familien zu decken, indem insbesondere die Trinkwasserversorgung, Verbesserungen im Hygiene- und Sanitärbereich sowie die Gesundheitsversorgung gefördert werden.

Afghanische Flüchtlinge

Derzeit leben geschätzt rund 1,6 Millionen afghanische Flüchtlinge in Pakistan, es wird von ca. 1,5 Millionen weiteren, nicht registrierten Flüchtlingen ausgegangen. Große Flüchtlingskonzentration besteht in den Provinzen Baluchistan und Khyber Pakhtunkhwa. 2014 sind nur 21.700 afghanische Flüchtlinge nach Afghanistan zurückgekehrt.

Hauptgründe für die geringen Rückkehrerzahlen sind unter anderem die schwierige Sicherheitslage in Afghanistan, ungenügende Gesundheitsversorgung und Bildungszugang sowie die geringen Beschäftigungsmöglichkeiten in Afghanistan. Allerdings sind die Rückkehrzahlen im Januar 2015 sprunghaft angestiegen: Allein im Januar 2015 sind 17.870 afghanische Flüchtlinge nach Afghanistan zurückgekehrt.

Humanitäre Hilfe wird insbesondere im Bereich der Gesundheitsversorgung und Bildung geleistet. Außerdem gibt es auch hier Projekte in den Bereichen Wasser, Hygiene und Sanitär.

Binnenvertriebene in Pakistan

Anhaltende bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Regierungs- und Oppositionstruppen in Khyber Agency und in den Federally Administered Tribal Areas (FATA) haben auch im Jahr 2014 zu einer weiteren pakistanischen Binnenvertreibung geführt. Die Vereinten Nationen gehen von ca. 1,6 Millionen Binnenvertriebenen in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa aus.

Die meisten Flüchtlinge sind nicht in Lagern unterbracht, sondern haben sich aus kulturellen Gründen entschieden, in Gastgemeinden zu leben, die ohnehin schwach strukturiert sind, da die Projektregion von den schweren Überschwemmungen der letzten Jahre betroffen war und noch nicht vollständig rehabilitiert ist. Entsprechend groß ist der humanitäre Bedarf bei den aufnehmenden Gemeinden.

Um die Situation der Flüchtlinge, aber auch der Gastgemeinden zu verbessern, fördert das Auswärtige Amt Hilfsmaßnahmen in den Sektoren Nahrungsmittelsicherheit, Gesundheitsvorsorge und im Bereich Wasser/Hygiene/Sanitär.

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