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Myanmar

Erdbebenschäden in Myanmar

Erdbebenschäden in Myanmar, © dpa / picture alliance

26.03.2015 - Artikel

Zahlreiche Menschen in Myanmar sind in Folge von ethnischen Konflikten in akute Not geraten. Das Auswärtige Amt leistet humanitäre Hilfe.

Im Jahr 2014 hat das Auswärtige Amt für Maßnahmen der humanitären Hilfe in Myanmar rund 3,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Unterstützt wurden humanitäre Projekte deutscher Hilfsorganisationen in Zusammenarbeit mit lokalen Nichtregierungsorganisationen zu Gunsten von Menschen, die durch Naturkatastrophen und ethnische Konflikte in eine akute Notlage geraten sind.

Ethnische Konflikte

Im Juni 2011 kam es zum Ausbruch gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der Kachin Independence Organization (KIO). Ziel der KIO ist eine größere Unabhängigkeit für die ca. 1 Million Menschen, die zur ethnischen Gruppe der Kachin gehören und in Myanmar leben. Der Konflikt hat vermehrt zu Binnenvertriebenen in den Regionen Kachin und Shan geführt. Die Zahl der Binnenvertriebenen ist auf etwa 115.000 in insgesamt 150 Lagern angestiegen.

Flüchtlinge in der Region Rakhine
Flüchtlinge in der Region Rakhine© dpa / picture alliance

Auch im Norden der Region Rakhine kam es im Mai 2012 zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen den Rohingyas, der muslimischen Minderheit, und der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit. Anfang Oktober 2012 flammte die Gewalt erneut auf. Die Zahl der Binnenvertriebenen wird derzeit auf rund 140.000 in 58 Lagern geschätzt.

Humanitäre Unterstützung mit Nahrungsmitteln und Notunterkünften

Um ein Überleben der betroffenen Menschen in Würde und Sicherheit zu ermöglichen, unterstützt das Auswärtige Amt insbesondere Maßnahmen zur Versorgung mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Bedarfsgegenständen, zur medizinischen Basisversorgung und psychosozialen Betreuung sowie zum Bau von Sanitäranlagen, Notunterkünften und kinderfreundlichen Räumlichkeiten.

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