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Hintergrund: Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe

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Staatliche und nichtstaatliche Akteure wirken im "Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe" zusammen, um effiziente Hilfe zu gewährleisten.

Der Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe ist das zentrale Gesprächs- und Abstimmungsforum zwischen der Bundesregierung, humanitären Nichtregierungsorganisationen sowie weiteren Institutionen mit Bezug zur humanitären Hilfe. Er tritt seit seiner Gründung im Jahr 1994 regelmäßig im für die humanitäre Hilfe der Bundesregierung federführenden Auswärtigen Amt oder bei einem der Mitglieder, im Falle von Krisen aber auch ad hoc zu Sondersitzungen zusammen. Innerhalb Europas ist der Koordinierungsausschuss ein einmaliges Gremium, das einen engen und vertrauensvollen Austausch zwischen Regierung und Zivilgesellschaft zu allen Fragen der humanitären Hilfe ermöglicht.

Grundsätze

Die Mitglieder des Koordinierungsauschusses leisten bzw. fördern humanitäre Hilfe unter Achtung der humanitären Prinzipien: Neutralität, Unabhängigkeit, Unparteilichkeit sowie Menschlichkeit. In deren Konkretisierung haben sie sich auf "Zwölf Grundregeln der Humanitären Hilfe" verständigt. Darüber hinaus achten sie den 2007 verabschiedeten "Europäischen Konsens über die Humanitäre Hilfe". Sie respektieren die unterschiedlichen Rollen und Aufgaben der jeweiligen Akteure in der internationalen humanitären Hilfe und setzen sich für wirkungsvolle Koordinationsmechanismen, insbesondere die der Vereinten Nationen ein.

Ziele und Aufgaben

Wichtigstes Ziel des Koordinierungsausschusses ist es, die von seinen Mitgliedern geleistete oder geförderte humanitäre Hilfe unter Wahrung der genannten Grundsätze im Sinne der Bedürftigen zu optimieren. Dies umfasst die Abstimmung von Hilfsmaßnahmen in konkreten Krisen wie auch den regelmäßigen Austausch zu übergreifenden Themen wie Qualität, Kohärenz, Katastrophenvorsorge und internationale Koordinierung in der humanitären Hilfe. Der Koordinierungsausschuss dient der Meinungsbildung zu wichtigen Grundsatzfragen der humanitären Hilfe und ist sachkundiges Gremium und Ansprechpartner für Bundesregierung und Parlament in diesen Fragen. Zu den Aufgaben des Koordinierungsausschusses gehört auch die Klärung und Abstimmung der Schnittstellen zum Katastrophenschutz, zu militärischen Einsätzen sowie zur Entwicklungszusammenarbeit.

Arbeitsweise

Der Koordinierungsausschuss tritt einmal pro Quartal zu einer regulären Sitzung zusammen, grundsätzlich einmal pro Jahr zu einer thematisch fokussierten Klausurtagung sowie im Falle von Großkrisen kurzfristig zu Sondersitzungen. Den Vorsitz teilen sich das Auswärtige Amt und VENRO. Gastgeber der regulären Sitzungen sind im Wechsel das Auswärtige Amt sowie ein anderes Mitglied; im Falle von Sondersitzungen das Auswärtige Amt. Die Qualität der Arbeit des Koordinierungsausschusses wird von den Mitgliedern durch aktive Teilnahme und Entsendung entsprechend mandatierter Vertreter sichergestellt.

Der Koordinierungsausschuss ist kein Entscheidungs- oder Steuerungsgremium; er dient insbesondere nicht der Entscheidung über Zuwendungen an die Beteiligten. Bei der Entscheidung über Zuwendungen der Bundesregierung genießen die Mitglieder keinen Sonderstatus.

Mitglieder

Zu den Mitgliedern des Koordinierungsausschusses gehören verschiedene Bundesressorts sowie nachgeordnete Behörden, akademische Einrichtungen und Hilfsorganisationen. Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt auf Grundlage der zu diesem Zweck beschlossenen Rahmenrichtlinien. Im Falle eines thematischen Bezugs und unabhängig von einer Mitgliedschaft können andere Organisationen zu einzelnen Sitzungen als Gäste eingeladen werden.

Zum Weiterlesen

Strategie des Auswärtigen Amts zur Humanitären Hilfe im Ausland, 12.11.2012 PDF / 614 KB

Konzept des Auswärtigen Amtes zur Förderung von Vorhaben der Humanitären Hilfe der Bundesregierung im Ausland PDF / 653 KB

Liste der Hilfsorganisationen im Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe PDF / 360 KB

Liste der Bundesressorts, akademischen Einrichtungen und sonstiger Institutionen im Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe PDF / 330 KB

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Zusammenarbeit mit Hilforganisationen

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