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Internationale Zusammenarbeit

Hilfe für Binnenflüchtlinge in Jonglei/Südsudan

Hilfe für Binnenflüchtlinge in Jonglei/Südsudan, © picture alliance / dpa

20.05.2016 - Artikel

Für die praktische Umsetzung humanitärer Hilfsprojekte ist die Zusammenarbeit mit spezialisierten Hilfsorganisationen unerlässlich. Hier finden Sie nähere Informationen zu den Förderprinzipien.

Wenn eine Vielzahl von Akteuren in Krisensituationen unter hohem Zeitdruck handeln muss, ist effektive Koordinierung der Schlüssel zum Erfolg. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Vereinten Nationen zu. Deutschland ist nicht nur einer der wichtigsten Geber, sondern bringt sich auch aktiv in den Foren zur internationalen Zusammenarbeit bei der humanitären Hilfe ein, um die Rolle der Vereinten Nationen weiter zu stärken.

Das IKRK unterstützt Menschen in Notsituationen
Das IKRK unterstützt Menschen in Notsituationen© dpa/picture alliance

Warum internationale Koordination wichtig ist

Bei der Reaktion auf humanitäre Krisen kommt es oft auf Schnelligkeit an. Dabei sind eine Vielzahl nationaler, internationaler und nicht-staatlicher Akteure involviert. Unter dieser Voraussetzung ist professionelle Koordinierung unentbehrlich – andernfalls entstehen Versorgungslücken und unnötige Doppelungen. Zu dieser Koordinierungsaufgabe gehört es, in Katastrophenfällen schnell den humanitären Bedarf zu ermitteln, entsprechende Hilfsaufrufe zu veröffentlichen und anschließend die Hilfsaktionen der verschiedenen Institutionen aufeinander abzustimmen.

Die Vereinten Nationen und wichtige Partner

Zentrale Instanz dabei ist das Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UN-OCHA). An dessen Spitze steht derzeit der UN-Untergeneralsekretär Stephen O’Brien. OCHA arbeitet eng mit den verschiedenen UN-Hilfsorganisationen, der Rotkreuz/Rothalbmond-Bewegung und Nichtregierungsorganisationen zusammen. OCHA verwaltet auch den UN-Nothilfefonds CERF (Central Emergency Response Fund), aus dessen Geldern frühzeitiges Eingreifen in Krisensituationen ermöglicht wird und der einen Ausgleichsmechanismus für anderweitig unterfinanzierte Krisen darstellt. Die Geber sind in der OCHA Donor Support Group (ODSG) organisiert, eine Gruppe mit derzeit 25 Mitgliedern einschließlich Deutschland.

Für den Dialog zwischen Geber- und Empfängerstaaten sind die zentralen Foren die UN- Generalversammlung sowie der Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC ). Die Generalversammlung befasst sich schwerpunktmäßig in jeder zweiten Jahreshälfte mit humanitären Fragen. Dabei werden zumeist im Konsens eine Reihe von Resolutionen angenommen, in denen etwa die Rahmenbedingungen der internationalen humanitären Hilfe und konkrete Aufgaben der Vereinten Nationen behandelt werden. Der ECOSOC beschäftigt sich jedes Jahr auf seiner Sitzung im Juli mit humanitären Fragen und konzentriert sich dabei auf operative und Koordinierungsaspekte der humanitären Hilfe, wie es seinem Mandat entspricht.

Rolle Deutschlands in der internationalen Zusammenarbeit

Flüchtlingslager des UNHCR
Flüchtlingslager des UNHCR© dpa/picture alliance

Die Bundesrepublik Deutschland zählt zu den wichtigsten humanitären Gebern und ist in den wesentlichen Entscheidungsgremien der UN vertreten. Kernanliegen der Bundesregierung ist dabei nicht nur der bestmögliche Einsatz der bereit gestellten finanziellen Mittel. Vielmehr setzt sich Deutschland aktiv dafür ein, das Gesamtsystem der internationalen humanitären Hilfe effizienter und effektiver zu gestalten. Deutschland unterstützt dabei die zentrale koordinierende Rolle der Vereinten Nationen in diesem System, sowie die von den UN geschaffenen Strukturen und Mechanismen.

Die UN-Organisationen UNHCR, WFP, UNICEF und UNRWA (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Neat East), sowie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sind die wichtigsten internationalen Partner der Bundesregierung in der humanitären Hilfe und erhalten regelmäßig Finanzierungsbeiträge für humanitäre Projekte.

Weiterführende Links

Internationales Kommitee vom Roten Kreuz (IKRK)

Flüchtlingshilfswerk der UN (UNHCR)

Welternährungsprogramm der UN (WPF)

Hilfswerk der UN für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA)

Kinderhilfswerk der UN (UNICEF)

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