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Hilfe für zweieinhalb Millionen Menschen in Palästina

Ein kleiner Junge schaut lächelnd in die Kamera.

Hilfsprojekte lokaler und internationaler Organisationen sorgen vor Ort für bessere Lebensverhältnisse., © Secours Islamique France

05.07.2019 - Artikel

In den Palästinensischen Gebieten ist die Hälfte der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen. Um Hilfe auch dann zu ermöglichen, wenn die dafür nötige Finanzierung ausbleibt, unterstützt Deutschland den Humanitären Länderfonds der Vereinten Nationen.

Zwei Kinder haben sich um Arm und schauen in das Bild.
Besonders Kinder leiden unter kritischen Lücken in der humanitären Versorgung.© Secours Islamique France

Großer humanitärer Bedarf

Die Lage ist in vielen Teilen der Palästinensischen Gebiete verzweifelt: Die Hälfte der Bevölkerung, rund 2,5 Millionen Menschen, ist auf humanitäre Hilfe angewiesen. Ca. 1,6 Mio. Menschen in den Palästinensischen Gebieten sind von Nahrungsmittelunsicherheit betroffen – das sind etwa zwei Drittel der Haushalte im Gaza-Streifen und ein Drittel der Haushalte im Westjordanland. Die Stromversorgung im Gaza-Streifen ist volatil und ist abhängig von externer Finanzierung. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind deshalb für das Jahr 2019 insgesamt 351 Millionen US-Dollar erforderlich, um die betroffenen Menschen mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen.

Wie hilft Deutschland?

Mit einer  Einzahlung von 9,5 Millionen Euro in den von den Vereinten Nationen aufgelegten Humanitären Länderfonds für die Palästinensischen Gebiete reagiert die Bundesregierung auf den steigenden Hilfsbedarf. Der Fonds ermöglicht eine schnelle und bedarfsorientierte Förderung dringend notwendiger Hilfsprojekte lokaler und internationaler Organisationen, wenn kritische Lücken in der humanitären Versorgung schnell geschlossen werden müssen.

Mehrere Personen bekommen Lebensmittel ausgehändigt.
Ca. 1,6 Mio. Menschen in den Palästinensischen Gebieten sind von Nahrungsmittelunsicherheit betroffen.© Catholic Relief Services

Deutschland unterstützt den humanitären Länderfonds für die Palästinensischen Gebiete schon seit 2013. Schwerpunkte der deutschen humanitären Hilfe in den Palästinensischen Gebieten sind Ernährungssicherung im Gaza-Streifen, Basisgesundheitsversorgung und Schutzmaßnahmen im Gaza-Streifen und im Westjordanland. Wichtigste Partner in der humanitären Hilfe in den Palästinensischen Gebieten sind dabei unter anderem das VN-Flüchtlingshilfswerk für Palästinensischen Flüchtlinge (UNRWA) und das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA).

Ziel der deutschen humanitären Hilfe ist es, einen substantiellen Beitrag zum Schutz der Menschen zu leisten, die stärker als andere von humanitären Engpässen betroffen sind. Dazu gehört es den Zugang zu Basisdienstleistungen im Gesundheitsbereich und zu psycho-sozialer Betreuung zu ermöglichen, aber auch humanitäre Versorgungslücken, besonders im Falle einer akuten Krise, zu decken.

Länderfonds – schnelle Hilfe in Krisensituationen

Die Vereinten Nationen legen für Länder oder Gebiete in Krisensituationen humanitäre Länderfonds auf, in die die Mitgliedstaaten einzahlen können. Humanitäre Fonds ermöglichen schnelle und koordinierte humanitäre Hilfe, wenn in einer Region zusätzliche Bedarfe entstehen, z.B. wenn in einem bereits von Krisen geschüttelten Land eine akute Notlage unvermittelt ausbricht. Dabei soll die Hilfe schnell, flexibel und bedarfsgerecht geschehen und in möglichst direkter Partnerschaft mit lokalen Akteuren koordiniert und umgesetzt werden. Der humanitäre Fonds für die Palästinensischen Gebiete ist derzeit einer von 18 Fonds in humanitären Krisenkontexten.

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