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Internationaler Cyber-Gipfel im Auswärtigen Amt

03.12.2014 - Artikel

Beim internationalen "Cybersummit 2014" im Auswärtigen Amt kamen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft nach Berlin, um drei Tage lang über globale Cyber-Themen zu diskutieren.

Beim internationalen "Cybersummit 2014" im Auswärtigen Amt kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft nach Berlin, um drei Tage über globale Cyber-Themen zu diskutieren. Zu den Gastrednern der Tagung gehörten unter anderem Staatssekretär Markus Ederer und Innenminister Thomas de Maizière.

Innenminister de Maizière und Norbert Riedel
Innenminister de Maizière (rechts) und Norbert Riedel (links)© AA

"Wir brauchen alle Akteure, um ein offenes, freies, sicheres und dynamisches Internet zu gewährleisten". Mit diesen Worten begrüßte der Beauftragte für Cyberaußenpolitik im Auswärtigen Amt, Norbert Riedel, am Mittwoch (3.12.) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des internationalen "Cybersummit 2014". Damit machte er das Ziel der Konferenz deutlich: Den intensiven Austausch zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft über globale Fragen der Digitalisierung.

Dabei besprachen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein breites Themenspektrum der Cyberpolitik – von wirtschaftlicher und politischer Entwicklung über digitale Sicherheit hin zur weltweiten Verwaltung und Regulierung des Internets. "Cyber-Kooperation ist eine globale Aufgabe, die uns alle angeht", so Riedel.

Suche nach dem gemeinsamen Nenner

Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Cyber-Summit
Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Cyber-Summit© AA

Auch Innenminister Thomas de Maizière betonte, wie wichtig der internationale Austausch auf dem Gebiet der Digitalisierung sei. Das Internet biete enorme Chancen für Fortschritt und wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig habe man erfahren, wie anfällig diese Informations-Infrastruktur sei, so der Innenminister.

Es sei wichtig, zwischen verschiedenen Akteuren der internationalen Gemeinschaft einen gemeinsamen Nenner zu finden. "Das ist der Grund, warum Sie heute hier sind", sagte de Maizière zu den anwesenden Expertinnen und Experten.

Von Big Data bis Cyber-Kriminalität

Arbeitsgruppe beim Cyber-Gipfel
Arbeitsgruppe beim Cyber-Gipfel© AA

Bevor die Teilnehmer in unterschiedlichen Arbeitsgruppen weiter diskutierten, wandte sich Bruce W. McConnell, Vize-Präsident des East-West-Instituts, an die Cyber-Expertinnen und -Experten: Er habe die Hoffnung, dass die Konferenz dazu beitrage, dass das Internet noch besser der Gesellschaft diene.

In den verschiedenen Arbeitsgruppen wurden während der Konferenz Themen wie Big Data und Privatsphäre, Widerstandsfähigkeit gegen Cyber-Kriminalität und die Möglichkeiten von globalen Regeln für das Internet diskutiert.


Vertrauen wiederherstellen

Staatssekretär Ederer beim Cybersummit
Staatssekretär Ederer beim Cybersummit© AA

Am Donnerstagmorgen (4.12.) ging Staatssekretär Markus Ederer auf die außenpolitische Perspektive auf internationale Cyber-Kooperation ein. "Die Bedeutung des Internets entwickelt sich schneller als die internationale Politik reagieren kann", so Ederer. Eine wichtige Voraussetzung für ein globales Netz sei Vertrauen – und genau das drohe verloren zu gehen. "Ich schlage vor, dass Sie dieses Treffen zur Cyber-Kooperation dazu nutzen, um nach Wegen zu suchen, Vertrauen im Internet wiederherzustellen", appellierte Ederer an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Ein Weg dazu seien Regeln: "Staaten müssen dafür sorgen, dass individuelle Menschenrechte online und offline gelten.", so der Staatssekretär. Es seien aber auch konkrete vertrauensbildende Maßnahmen notwendig, um globale Regeln sinnvoll zu ergänzen. Ein Instrument dazu sei die OSZE. Sie habe bereits wichtige Fortschritte darin erzielt, die Gefahr der Ausbreitung von Cyber-Konflikten einzudämmen. Deutschland wolle sich dafür einsetzen, die Arbeit in diesem Bereich weiter auszubauen.

Am Freitag (5.12.) – dem letzten Tag des "Cybersummit 2014" diskutierten unter anderem junge Cyber-Expertinnen und -Experten über ihre Perspektive auf internationale Kooperation im digitalen Zeitalter. Zudem stellten die unterschiedlichen Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse vor und gaben einen Ausblick auf die Zukunft der globalen Cyber-Kooperation.

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