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VN-Leitprinzipien und weitere internationale Bezüge des NAP

23.11.2017 - Artikel
Rumänische Saisonarbeiter als Erntehelfer
Rumänische Saisonarbeiter als Erntehelfer© dpa

Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, existenzsichernde Löhne, das Recht auf Gewerkschafts- und Vereinigungsfreiheit oder das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, der Schutz von Rechten indigener Völker und der Schutz der Umwelt – das sind Beispiele für menschenrechtliche Standards, die  Unternehmen entlang ihrer gesamten Liefer- und Wertschöpfungsketten achten sollen. Die VN-Leitprinzipien beruhen auf bestehenden Menschenrechtsverpflichtungen wie der Internationalen Menschenrechtscharta oder den ILO-Kernarbeitsnormen. 

Als internationales Rahmenwerk formulieren sie Anforderungen an Politik und Wirtschaft und bilden erstmals eine allgemein anerkannte Referenz für menschenrechtliche Pflichten von Staaten und für die Verantwortung von Unternehmen in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten. Die VN-Leitprinzipien wurden in einem sechsjährigen Forschungs- und Konsultationsprozess unter Leitung des UN-Sonderbeauftragten für Unternehmen und Menschenrechte, Prof. John Ruggie, erarbeitet. 

Die VN-Leitprinzipien haben sich als Referenzrahmen in der Arbeit vieler internationaler Organisationen zu Wirtschaft und Menschenrechten fest etabliert. Dazu gehört auch insbesondere die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Die „Leitsätze der OECD für multinationale Unternehmen“ stützen sich in ihrer überarbeiteten Fassung von 2011 mit Empfehlungen für die Achtung der Menschenrechte durch Unternehmen ausdrücklich auf die VN-Leitprinzipien. Deutschland bekennt sich zu diesem wichtigen OECD-Instrument und hat eine Nationale Kontaktstelle (NKS)  für die OECD-Leitsätze als außergerichtlichen Beschwerdemechanismus eingesetzt.

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