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Internationaler Seeverkehr

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Deutschland hat als eine der führenden Exportnationen großes Interesse an einem leistungsfähigen und umweltfreundlichen Seeverkehr auf gesicherten Seewegen. Der Seeverkehr ist Träger des Welthandels: Ca. 90 Prozent des Welthandels werden über die Meere abgewickelt.

Ein Containerschiff im Hamburger Hafen.
Ein Containerschiff im Hamburger Hafen.© dpa/picture-alliance

Ein Großteil der Waren des deutschen Außenhandels wird mit Schiffen transportiert. Der maritime Sektor hat damit eine überragende volkswirtschaftliche Bedeutung für ganz Deutschland, nicht nur für die Küstenregionen. Bezogen auf Schiffseigentum und die wirtschaftliche Nutzung von Schiffen („Beneficial Ownership“) befindet sich Deutschland auf Platz vier der weltweiten Rangliste im Seeverkehr nach China, Japan und Griechenland und vor Singapur und den USA. Die Häfen an Ost- und insbesondere Nordsee sind nicht nur für Europa, sondern weltweit von Bedeutung.  In Deutschland sind bis zu 400.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von maritimer Wirtschaft abhängig.

Wichtige seeverkehrspolitische Themen, bei denen das Auswärtige Amt in Zusammenarbeit mit anderen Bundesministerien die Interessen Deutschlands aktiv vertritt, sind Sicherheit, Gefahrenabwehr und Umweltschutz im Seeverkehr. Neben multilateralen Vereinbarungen hat die Bundesrepublik Deutschland zahlreiche bilaterale Seeverkehrsabkommen mit Partnerländern in aller Welt abgeschlossen. Weitere sind in Vorbereitung. Das Auswärtige Amt unterstützt mit seinen Auslandsvertretungen aktiv die Interessen des deutschen Seeverkehrs auch in internationalen Gremien.

Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO)

Als langjähriges Mitglied im Rat der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO), dem obersten Entscheidungsgremium dieser Organisation, wirkt die Bundesrepublik Deutschland maßgeblich bei der Weiterentwicklung hoher internationaler Standards für die Seeschifffahrt mit. Die IMO ist eine spezialisierte Organisation der Vereinten Nationen mit 174 Vollmitgliedsstaaten und 3 assoziierten Mitgliedstaaten. Zentrale Themen der IMO sind Schiffssicherheit, Umweltschutz und Prävention von Terrorismus und Piraterie. Wichtige IMO-Übereinkommen sind MARPOL (International Convention for the Prevention of Pollution from Ships) und SOLAS (International Convention for the Safety of Life at Sea) mit dem zugehörigen ISPS-Code (International Ship and Port Facility Security Code) zur Gefahrenabwehr sowie viele weitere multilaterale Fachabkommen.

Weitere Informationen:

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

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