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Luft- und Raumfahrt

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Wettervorhersagen, Telefon- und Datenverkehr, Navigation und Klimaforschung: Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie gehört technologisch und industriell zur Weltspitze – die zivile Nutzung des Weltraums ist ein Wegbereiter für die Innovationsfähigkeit Deutschlands.

Satellit COMSATBw auf der Erdumlaufbahn© picture-alliance/ dpa

800. Arbeitsplätze in Deutschland hängen vom Luftverkehr ab

Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie gehört technologisch und industriell zur Weltspitze. Mit Anwendungen wie satellitengestützte Wettervorhersagen, weltweitem Telefon- und Datenverkehr, Navigation, Direktübertragungen und Klimaforschung ist die gesamte Branche ein Wegbereiter für die Innovationsfähigkeit Deutschlands. Laut Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) haben die Unternehmen der Branche derzeit rund 110.000 Beschäftigte. Im Jahr 2017 wurde in Deutschland ein Umsatzvolumen von 40 Milliarden Euro generiert. Der Luftverkehr ist ein wesentlicher Wachstumsmotor der exportorientierten deutschen Volkswirtschaft. Insgesamt hängen in Deutschland mehr als 800.000 Arbeitsplätze vom Luftverkehr ab. Das Wachstum des weltweiten Luftverkehrs schafft Nachfrage nach modernen und vor allem auch umweltfreundlicheren Flugzeugen.

Europäische Zusammenarbeit im Luft- und Raumfahrtbereich

In Artikel 189 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) wurde der EU-Kommission eine geteilte Zuständigkeit für die Weltraumpolitik übertragen. Deutsche Unternehmen nehmen Schlüsselpositionen in europäischen Kooperationen und globalen Lieferketten ein. Europas größter Luft- und Raumfahrt- sowie zweitgrößter Rüstungskonzern ist Airbus, mit den „Stammländern“ Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Airbus beschäftigt als zweitgrößtes Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt nach Boeing weltweit rund 130.000 Mitarbeiter an 170 Standorten und erzielt einen Umsatz von rund 64 Milliarden Euro.

Wahrnehmung außen- und sicherheitspolitischer Interessen durch das Auswärtige Amt

Das Auswärtige Amt ist federführend tätig in den Bereichen Exportkontrolle, Exportförderung, Sicherheitspolitik sowie Rüstungskontrolle und vertritt bzw. koordiniert die außenpolitischen Interessen der Bundesregierung in den entsprechenden Gremien der Europäischen Weltraumorganisation, der Europäischen Union und der Vereinten Nationen. Auch die Verbreitung hochwertiger Satellitenbilder kann außen- oder sicherheitspolitische Interessen berühren: Nach dem Satellitendatensicherheitsgesetz muss das Auswärtige Amt in bestimmten Fällen prüfen, ob eine Weitergabe gewisser Daten (zum Beispiel von Erdfernerkundungsdaten mit besonders hohem Informationsgehalt) „im Einzelfall die wesentlichen Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik Deutschland gefährdet, das friedliche Zusammenleben der Völker stört oder die auswärtigen Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland erheblich stört.“

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Raumfahrtangelegenheiten sind per Gesetz dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) übertragen. Es handelt als Raumfahrtagentur im Auftrag der Bundesregierung und ist für die Planung sowie die Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Das deutsche Raumfahrtbudget beträgt aktuell rund 1,5 Milliarden Euro. Davon werden 56 Prozent für den deutschen Beitrag im Rahmen der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) verwendet. Das DLR hat – getrennt von der Raumfahrtagentur – eigene Forschungseinrichtungen, in denen Wissenschaftler des DLR Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung und Industrie betreiben.

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