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Forschungsschiffe

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Das Auswärtige Amt und seine Auslandsvertretungen unterstützen die Forschungsfahrten deutscher Forschungsschiffe auf den Weltmeeren. Im vergangenen Jahr war es in rund 300 Fällen bei der Beschaffung von Genehmigungen für Forschungsfahrten in ausländischen Gewässern bei den Regierungen der betreffenden Küstenländer beteiligt.

Unterstützung bei der Genehmigung von Forschungsfahrten

Forschungsschiff Sonne
Forschungsschiff Sonne © Torsten Bierstedt (Besatzung Reederei Briese)

Das Auswärtige Amt und seine Auslandsvertretungen unterstützen die Forschungsfahrten deutscher Forschungsschiffe auf den Weltmeeren. Im vergangenen Jahr war es in rund 300 Fällen bei der Beschaffung von Genehmigungen für Forschungsfahrten in ausländischen Gewässern bei den Regierungen der betreffenden Küstenländer beteiligt.

Grundlage für das Genehmigungsverfahren ist das Seerechtsübereinkommen von 1982 (SRÜ), das die Bundesregierung am 14.10.1994 ratifiziert hat. Für Vorhaben der Meeresforschung ist nach dem Seerechtsübereinkommen eine Genehmigung der betroffenen Küstenstaaten für folgende Bereiche einzuholen:

  • das Küstenmeer bis zu 12 Seemeilen vor der Küste (Territorialgewässer)
  • die ausschließliche Wirtschaftszone 12 bis 200 Seemeilen vor der Küste.

Auch für Arbeiten am Festlandsockel, d.h. für den Meeresboden bis zu in der Regel 200 sm Entfernung von der Küste, bedarf es grundsätzlich einer Genehmigung des Küstenstaates. Lediglich jenseits der ausschließlichen Wirtschaftszone - auf der Hohen See - muss keine Genehmigung eingeholt werden.

Das Auswärtige Amt unterstützt ebenfalls die Genehmigungserteilung für Fahrten ausländischer Forschungsschiffe in deutsche Hoheitsgewässer.

Forschungsschiffe von Bund, Ländern und verschiedenen Instituten

Fahrten von Forschungsschiffen betreiben

  • das Alfred-Wegener-Institut für Polarforschung in Bremerhaven,
  • das Forschungsinstitut Senckenberg in Wilhelmshaven.
  • Universität Hamburg – CEN Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit und das Institut für Meereskunde und das Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW),
  • die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Hamburg,
  • das Johann Heinrich von Thünen-Institut in Hamburg (Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei),
  • das GEOMAR (Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel)
  • das Leibnitz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) an der Universität Rostock.

Die folgenden Forschungsschiffe, die im Eigentum der Bundesregierung, der Länder oder von Meeresforschungsinstituten stehen, sind im Einsatz:

FS Elisabeth Mann Borgese, FS Polarstern, FS Meteor, FS Maria S. Merian, FS Sonne, FS Walther Herwig III, FS Poseidon, FS Heincke, FS Alkor, FS Solea, FK Littorina, FK Clupea, FK Senckenberg, FK Uthörn, FK Mya II, Forschungstauchboot Jago

Schwerpunkte der Meeresforschung

Die Meeresforschung hat zahlreiche Schwerpunkte. Wichtigste Beispiele sind:

  • Fischereiforschung:
    Sie untersucht Größe und Entwicklung der Fischbestände sowie Krankheiten und sonstige Eigenschaften. Ferner werden Untersuchungen zu Fangmethoden und zur Aufbereitung und Lagerung des Fangs auf den Fangschiffen durchgeführt.
  • Geologische Forschung:
    Hierzu gehört die Beobachtung der Verschiebung des Festlandsockels und unterirdischer Vulkane, die Untersuchung von Mineralien und Erzen (Manganknollen) als auch der Bodenbeschaffenheit des Meeresgrundes.
  • Klimaforschung:
    Sedimentprobennahmen ermöglichen genaue Rückschlüsse auf das Klima vergangener Epochen. Durch regelmäßig wiederholte Messungen von Temperatur und Salzgehalt des Meerwassers sind Klimaveränderungen über einen längeren Zeitraum feststellbar.

Darüber hinaus leistet die Meeresforschung zusammen mit der geophysikalischen Forschung einen entscheidenden Beitrag zur Tsunamifrüherkennung und -frühwarnung.

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