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Aufgaben des Auswärtigen Amts

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Die deutsche Außenpolitik fördert deutsche Wirtschaftsinteressen in der Welt.

Wachsende Bedeutung der Außenwirtschaftspolitik

Der Außenhandel trägt maßgeblich zur deutschen Wirtschaftsleistung bei und sichert viele Arbeitsplätze in Deutschland. Deutschland ist stärker als viele andere Länder mit der Weltwirtschaft verflochten und von ihrer Entwicklung abhängig. In diesem Zusammenhang wird die Konkurrenzfähigkeit des Standorts Deutschland im internationalen Wettbewerb zunehmend wichtiger. Seine Attraktivität für ausländische Investoren ist von hoher Bedeutung, denn durch deren Engagement werden zusätzliche Arbeitsplätze bei uns geschaffen.

Gleichzeitig verknüpft die Globalisierung die Lebensverhältnisse der Menschen in der ganzen Welt immer enger miteinander. Die gemeinsame Verantwortung der Staatengemeinschaft für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung zum Wohle aller wird immer offensichtlicher. Auch politische Konflikte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Handel und gegenseitige wirtschaftliche Verflechtung Vertrauen schaffen und einen Beitrag zur Stabilisierung der internationalen Beziehungen leisten.

Deshalb ist es eine zentrale Aufgabe der deutschen Außenpolitik, sowohl die deutschen wirtschaftlichen Interessen in der Welt zu fördern und zu schützen als auch zur weiteren Entwicklung einer gerechten und nachhaltigen globalen Wirtschaftskooperation beizutragen.

Die Rolle des Staates in der Außenwirtschaftsförderung

Kreativität, Qualität und Leistung sowie Verlässlichkeit unserer Wirtschaft haben Deutschland den Weg in die Spitzengruppe der führenden Industrienationen geebnet. Eine verantwortungsbewusste Außenwirtschaftspolitik stützt und fördert diese Entwicklung. In der freien Marktwirtschaft steht die Eigeninitiative der Unternehmen im Mittelpunkt. Die staatliche Außenwirtschaftsförderung kann und will die Aktivitäten der Wirtschaft deshalb nicht ersetzen. Stattdessen wirkt sie komplementär, hilft den Unternehmen, Auslandsmärkte zu erschließen, sich dort zu behaupten und wirkt darauf hin, die Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln zu verbessern. Staat und Wirtschaft arbeiten hierbei eng zusammen. Informations-, Beratungs- und Vermittlungsleistungen werden sowohl von staatlichen Einrichtungen (wie Botschaften, Generalkonsulaten, der bundeseigenen Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing, GTAI - Germany Trade and Invest), als auch von Institutionen der Wirtschaft (v.a. von den Auslandshandelskammern - AHKs) erbracht. Darüber hinaus fördert der Staat in besonderer Weise unternehmerische Aktivitäten im Ausland (unter anderem durch Messeprogramme, Investitionsschutzverträge und Garantien für Exportkredite und Direktinvestitionen).

Der Bundesregierung ist die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen besonders wichtig, die deutsche Wirtschaft wird vom Mittelstand getragen. Auslandsvertretungen und AHKs beraten und betreuen daher diese Gruppe nachdrücklich.

Aufgabe des Staates ist es ferner, sich in bilateralen und multilateralen Verhandlungen, in der Europäischen Union, in der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und bei der WTO (Welthandelsorganisation) für Rahmenbedingungen einzusetzen, durch die sich Wettbewerb und Handel möglichst frei entfalten können, während gleichzeitig internationale Arbeitnehmerrechte und Umweltstandards respektiert werden. Die Außenwirtschaftspolitik kann dort, wo hohe Zutrittsbarrieren deutschen Anbietern den Zugang zu Auslandsmärkten erschweren, zu deren Abbau beitragen.

Das Auswärtige Amt als politischer Begleiter, Netzwerker und Berater

Außenwirtschaftsförderung ist eine Hauptaufgabe des Auswärtigen Dienstes. Das Auswärtige Amt und seine knapp 230 Auslandsvertretungen unterstützen weltweit das Auslandsengagement deutscher Unternehmen durch ein breites Spektrum von Leistungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den deutschen Botschaften und Generalkonsulaten sowie im Auswärtigen Amt in Berlin verstehen sich dabei als:

Politische Begleiter und Türöffner

Gestützt auf profunde Kenntnisse über Politik und Wirtschaft der Gastländer flankieren sie konkrete Unternehmensinteressen gegenüber Regierungsstellen, initiieren und gestalten wirtschaftsrelevante Gespräche, stellen Kontakte zu Entscheidern aus Politik und Wirtschaft her und treiben die Verbesserung der Markteintrittsbedingungen voran.

Netzwerker

Des Weiteren knüpfen sie Kontakte zwischen Einrichtungen, Personen und Unternehmen in Deutschland und im Gastland, unterstützen und veranstalten Roundtables, Workshops sowie Regionalkonferenzen und organisieren Veranstaltungen für deutsche Messeaussteller und ihre Geschäftspartner.

Berater

Schließlich beraten sie Unternehmen in wirtschaftspolitischen Fragen, informieren Unternehmensverbände über interessante Vorhaben und Ausschreibungen weltweit, berichten regelmäßig zu wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen im Ausland und wirken an der Risikobewertung bei Ausfuhrgewährleistungen und Investitionsgarantien mit.

Neben diesem facettenreichen Engagement werben die Auslandsvertretungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland und setzten sich dafür ein, dass weltweit die Voraussetzungen für die Aktivitäten der deutschen Wirtschaft möglichst günstig sind. Das Auswärtige Amt wirkt unter anderem an den Verhandlungen von Doppelbesteuerungsabkommen mit und tritt in europäischen und internationalen Gremien, wie WTO, OECD und UN (Vereinte Nationen), für handels- und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen sowie Chancengleichheit für deutsche Unternehmen ein.

Weitere Informationen

Referat 402: Grundsatzfragen Außenwirtschaftsförderung, Garantien, Verbände, Kammern, GTAI, Messen, internationale Berufsbildungszusammenarbeit

Referat 403: Länderspezifische Fragen zur Außenwirtschaftsförderung

Tel.: 030-5000-3583 oder 3853 (Sekretariat)
business@diplo.de

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