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Gemeinsam für neue Märkte: 7. Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft im Auswärtigen Amt

16.06.2016 - Artikel

Rund 400 Gäste sind am Donnerstag (16.06.) zum Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft gekommen. Im Fokus der Veranstaltung lag der Export als Wachstumsmotor.

Rund 400 Gäste sind am Donnerstag (16.06.) im Auswärtigen Amt zum 7. Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft gekommen. In ihren Eröffnungsreden betonten Außenminister Steinmeier sowie Landwirtschaftsminister Schmidt die Bedeutung von Exportmärkten für weiteres Wachstum der Branche. Dafür wollen Wirtschaft und Politik an einem Strang ziehen.

Die Eröffnungsrede hielt Außenminister Steinmeier
Die Eröffnungsrede hielt Außenminister Steinmeier© Photothek / Trutschel

Export als Wachstumsmotor

Mit rund 569.000 Beschäftigten ist die Ernährungsindustrie der drittgrößte Industriezweig in Deutschland. Aber der Nahrungskonsum pro Kopf hat seine Grenzen und auch die demografische Entwicklung in Deutschland bietet kaum Wachstumschancen. Dementsprechend eröffnete Außenminister Steinmeier den Außenwirtschaftstag mit den Worten: "Politik und Wirtschaft haben die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt und setzen immer deutlicher auf den Export als Wachstumsmotor. Es gilt, diesen Motor weiter anzufeuern!" Bereits heute liegt die Exportquote der Branche bei 33 Prozent - Tendenz steigend.

Politische Flankierung für Marktzugang

Rund 400 Teilnehmer waren beim Außenwirtschaftstag dabei
Rund 400 Teilnehmer waren beim Außenwirtschaftstag dabei© Photothek / Trutschel

Rund 400 Vertreter aus Industrie, Verbänden und öffentlichem Sektor sind der Einladung ins Auswärtige Amt gefolgt. Denn die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik ist gerade im Auslandsgeschäft unerlässlich. "Volatile Märkte, mehr Konkurrenz, politische und regulatorische Unsicherheiten bilden den Rahmen für den Lebensmittelexport", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, Sebastian Schaeffer, zu Beginn der Veranstaltung. Daher sei die Unterstützung der Politik gerade in Sachen Marktzugang enorm wichtig. Mit seinem Netz von 228 Auslandsvertretungen auf der ganzen Welt steht der Auswärtige Dienst hier als politischer Begleiter, Türöffner und Berater bereit. Außerdem unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit seinen Programmen zur Exportförderung und für Auslandsmessen.

Erfolgsbeispiel Iran

Landwirtschaftsminister Schmidt berichtete zum Auftakt von seiner jüngsten Reise nach Iran. Hier zeige sich, wie die Politik die Rahmenbedingungen für den Export schaffen kann, die es nun zu nutzen gelte. Denn im Juli 2015 wurde nach zehn Jahren zäher Verhandlungen mit deutscher Beteiligung ein Abkommen über die Kontrolle des iranischen Atomprogramms geschlossen, woraufhin die Sanktionspolitik gelockert werden konnte. Jetzt liege es an den Unternehmern, die Früchte dieser beharrlichen Verhandlungen zu ernten, so Schmidt.

Dichtes Programm für die Teilnehmenden des Außenwirtschaftstags
Dichtes Programm für die Teilnehmenden des Außenwirtschaftstags© Photothek / Trutschel

Im Laufe des Tages hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, bei Länder- oder Themenforen mit Experten und Vertretern aus deutschen Auslandsvertretungen ins Gespräch zu kommen. Die Diskussionen drehten sich um Länder wie Vietnam, Japan oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch ein Forum zu "Deutschen Qualitätsstandards als Exportschlager" stand auf dem Programm - denn gerade im außereuropäischen Markt sind Geschmack und Herkunft deutscher Lebensmittel ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Mit über 55 Milliarden Euro Exporten im Jahr 2015 erlebte die deutsche Ernährungsindustrie ein Rekordjahr. Die Teilnehmenden beim Außenwirtschaftstag zeigten sich entschlossen, dieses Ergebnis für das laufende Jahr noch einmal deutlich zu steigern.

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