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25.09.2015 - Artikel

Außenminister Steinmeier und BITKOM-Präsident Dirks eröffneten gemeinsam den Außenwirtschaftstag zu Informations- und Kommunikationstechnologie im Auswärtigen Amt.

Die Abkürzung AWTITK steht für "Außenwirtschaftstag Digitale Innovation, Informations- und Kommunikationstechnologie". Diese Veranstaltung haben Außenminister Frank-Walter Steinmeier und BITKOM-Präsident Thorsten Dirks am Freitag (25.9.) gemeinsam im Auswärtigen Amt eröffnet. Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und Regierung diskutierten dabei über Außenwirtschaftsförderung angesichts von Digitalisierung und Industrie 4.0.

Steinmeier und Dirks
Steinmeier und Dirks© Photothek/Imo

Außenminister Steinmeier sprach in seiner Eröffnungsrede von globaler Teilhabe, erstaunlichen digitalen Entwicklungen in Afrika und neuen Formen der Vernetzung. Als eines der meistvernetzten Länder der Welt sei Deutschland in besonderem Maße von digitalen Entwicklungen betroffen, so Steinmeier. Deswegen sei es besonders wertvoll, dass der Außenwirtschaftstag sich in diesem Jahr gemeinsam mit dem deutschen Digitalverband BITKOM den Themen Digitale Innovation, Informations- und Kommunikationstechnologie widme.

Politische Flankierung und digitale Innovation

Aus Sicht des Auswärtigen Amts sei es "dabei entscheidend, Innovations-Entwicklungen im Ausland im Blick zu haben und aktiv nach innen zurückzuspielen", betonte Steinmeier. Er erinnerte zudem daran, dass das deutsche Wohlstandsmodell von seiner Innovationsfähigkeit abhänge. Auch für die Digitalbranche biete das Auslandsgeschäft starke Impulse. Damit auch das Auswärtige Amt und seine rund 220 Auslandsvertretungen optimal für die politische Flankierung im Ausland aufgestellt seien, habe er das Haus in den letzten zwei Jahren auf die Herausforderung "eingeschworen". Die Botschafterkonferenzen 2014 und 2015 haben jeweils thematische Schwerpunkte auf Industrie 4.0 und digitale Entwicklungen gelegt.

Steinmeier spricht zum Auftakt des Forums
Steinmeier spricht zum Auftakt des Forums© Photothek/Imo

Außenminister Steinmeier ging zudem auf die digitalen Entwicklungen in Afrika ein. Sie böten auch für deutsche Unternehmen große Chancen, denn: "Afrika schafft es in bestimmten Bereichen, Entwicklungsschritte zu überspringen und mit digitalen Lösungen aufzuwarten, die keine Anpassungen unserer Technologie, sondern Eigenentwicklungen sind." Das sei auch außenpolitisch von starkem Interesse, damit die Staaten Afrikas durch wirtschaftliches Wachstum und breite gesellschaftliche Teilhabe größtmögliche Stabilisierung erfahren, hob Steinmeier hervor.

Das Internet ist ein globales Gut

Mit Blick auf den Zugang zu Informationen und Netzwerken betonte Steinmeier das deutsche Engagement für ein offenes und sicheres Internet. Gemeinsam mit Brasilien hat Deutschland eine gemeinsame Resolution in der Generalversammlung der Vereinten Nationen eingebracht, denn: "Wir setzen uns für einen freien, offenen, sicheren und stabilen Cyberraum ein. Aber wir werden es alleine nicht schaffen. Wir werden denen, die diese Fragen nicht mit derselben Sensibilität betrachten, nur etwas entgegen setzen können, wenn wir als Deutschland nicht alleine handeln, sondern gemeinsam mit unseren europäischen Partnern."

Blick in den Saal
Blick in den Saal© Photothek/Imo

Im Anschluss haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in vier Workshops ausgetauscht. Themen waren dabei Finanzierung und Außenwirtschaftsförderung speziell für Start-up-Unternehmen sowie IT-Sicherheit "made in Germany". Unter dem Titel "Von der Innovation zum Standard" ging es vor allem um die Weiterentwicklung der Außenwirtschaftsförderung und ihrer Instrumente. Ein vierter, regionaler Themenschwerpunkt lag zudem auf Innovationen in Afrika als dem "digitalen Kontinent".

Zum Abschluss der Veranstaltung fand eine Diskussionsrunde mit Staatssekretär Stephan Steinlein sowie der Parlamentarischen Staatssekretärin im BMWi, Brigitte Zypries, Winfried Holz (Geschäftsführer ATOS) und Clas Neumann (Senior Vice President bei SAP) statt.

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