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„Energiewende ist das deutsche 'Man to the Moon'-Projekt“

27.03.2015 - Artikel

Außenminister Steinmeier eröffnet Internationale Energiekonferenz im Auswärtigen Amt.

Außenminister Steinmeier hat heute (26.03) zusammen Wirtschaftsminister Gabriel die internationale Energiekonferenz „Berlin Energy Transition Dialogue“ im Auswärtigen Amt eröffnet. Ziel der Konferenz ist es, Erfahrungen über die deutsche Energiewende mit internationalen Partnern auszutauschen.

Außenminister Steinmeier bei der Energiewendekonferenz
Außenminister Steinmeier bei der Energiewendekonferenz© Photothek/Koehler

Außenminister Steinmeier begann seine Rede beim „Berlin Energy Transition Dialogue“ mit einer Frage: „Wissen Sie, was Energiewende auf Spanisch heißt? Oder auf Arabisch? Auf Indonesisch?“ Die Antwort sei einfach: „Energiewende“, so Außenminister Steinmeier. Das Wort sei in vielen Teilen der Welt zu einem stehenden Begriff geworden: „Energiewende steht für ein positives Deutschland und für ein zukunftsweisendes und ambitioniertes Projekt. Es ist, wenn Sie so wollen, das deutsche “Man to the moon“-Projekt„, so der Außenminister.

Kernthema deutscher Außenpolitik

Außenminister Steinmeier bei der Energiekonferenz
Außenminister Steinmeier bei der Energiekonferenz© Photothek/Koehler

Vertreterinnen und Vertreter aus über 60 Staaten sind deswegen heute ins Auswärtige Amt gekommen, um sich über die Erfahrungen mit der deutschen Energiewende auszutauschen und nächste Schritte zu diskutieren. Die mehr als 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz, die heute (26.03.) von Außenminister Steinmeier und Wirtschaftsminister Gabriel eröffnet wurde, kommen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Unter ihnen sind auch 15 Ministerinnen und Minister.

Das große internationale Interesse an der deutschen Energiewende konnte Steinmeier auch aus seiner täglichen Arbeit bestätigen: „Egal auf welchen Kontinent der Erde ich innerhalb der letzten Monate gereist bin, die deutsche Energiepolitik war immer eines der Kernthemen in meinen Gesprächen“, so der Außenminister.

Energieversorgung diversifizieren

Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Energiekonferenz
Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Energiekonferenz© Photothek/Koehler

So sei Energieversorgung auch ein wichtiges außenpolitisches Thema. Die weltweite Häufung von Krisen in der Welt stelle Energiepolitik vor neue Herausforderungen: „Viele Staaten der Welt sind bei ihrer Energieversorgung abhängig von Rohstoffimporten. In Krisen jedoch sind Lieferwege instabiler und unsicherer; die Energieversorgung ist regelmäßig eine der ersten Beziehungen, die bedroht ist.“, so Steinmeier. Eine Antwort auf diese Entwicklung bestehe darin, die Energieversorgung zu diversifizieren.

Der Klimawandel werde die Bedeutung von Energiefragen noch verstärken. Deshalb sei es ein klares außenpolitisches Ziel, den Klimawandel bremsen zu müssen, so der Außenminister. Dabei gelte: „Der Königsweg zu weniger Emission ist ein nachhaltigeres Energiesystem“.

Zudem sei die Energieversorgung ein elementarer Bestandteil nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung. Deshalb unterstütze die Bundesregierung das Ziel der Vereinten Nationen, bis 2030 jedem Menschen auf der Welt den Zugang zu nachhaltiger Energieversorgung zu ermöglichen, so Steinmeier.

Die globale Energiewende hat bereits begonnen

Wirtschaftsminister Gabriel
Wirtschaftsminister Gabriel© Photothek/Koehler

Auch Wirtschaftsminister Gabriel betonte das wirtschaftliche Potential erneuerbarer Energien und einer nachhaltigen Energieversorgung. Die Energiewende sei von einem ökologischen Projekt zu einem wirtschaftlichen geworden, so Gabriel. Ein Umstieg auf erneuerbare Energien könne helfen, nachfolgenden Generationen nicht nur ein besseres Einkommen, sondern auch ein sichereres Leben zu ermöglichen.

Ein Beispiel für internationale Kooperation im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung ist die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA), dessen Generaldirektor, Adnan Amin, ebenfalls an der Konferenz teilnahm. Er betonte, Deutschland sei ein Pionier im Bereich erneuerbare Energien weltweit. Zugleich machte er deutlich: „Die globale Energiewende hat bereits begonnen“.

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